Schwarzarbeit in Ulm: Weniger Kontrollen, aber doppelt so hohe Haftstrafen wie 2024
Schwarzarbeit in Ulm: Weniger Kontrollen, aber doppelt so hohe Haftstrafen wie 2024
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zollamts Ulm führte 2025 weniger Kontrollen durch als im Vorjahr. Dennoch verhängte die Behörde deutlich härtere Strafen – darunter Haftstrafen in einer Gesamtlänge von 74 Jahren, fast das Doppelte der 47 Jahre aus dem Jahr 2024. Die Ermittlungen erstreckten sich über Branchen wie Baugewerbe und Gastronomie und deckten dabei weitverbreiteten Betrug sowie illegale Beschäftigungspraktiken auf.
Im Jahr 2025 leitete die Einheit 1.516 Verwaltungsverfahren und 2.504 Strafverfahren wegen Schwarzarbeit ein. In 49 Fällen, die die illegale Beschäftigung von Drittstaatsangehörigen betrafen, verhängten Gerichte Geldstrafen in Höhe von 107.650 Euro, wobei Einzelstrafen bis zu 7.000 Euro erreichten. Die reinen Verwaltungsbußen summierten sich auf 2,36 Millionen Euro, während die Strafverfahren zusätzliche finanzielle Sanktionen in Höhe von 971.000 Euro nach sich zogen.
Ein besonders brisanter Fall betraf einen Führungskräfte eines privaten Sicherheitsunternehmens, der wegen der Nutzung von Strohmännern und Briefkastenfirmen zur illegalen Beschäftigung von Arbeitnehmern zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. In der Gastronomie überprüften die Ermittler gemeldete Personalzahlen mit Gehaltsabrechnungen und wiesen so Untererfassungen nach, die zu weiteren Verurteilungen führten. Im Baugewerbe gerieten Scheinsubunternehmerverträge und gefälschte Rechnungen in den Fokus, wobei die genaue Zahl der beteiligten Unternehmen nicht bekannt gegeben wurde.
Der durch Schwarzarbeit entstandene geschätzte Schaden für die Sozialkassen belief sich 2025 auf 25,7 Millionen Euro. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ist an vier Standorten – Ulm, Aalen, Pfullingen und Friedrichshafen – aktiv und konzentriert sich auf Branchen, in denen nicht angemeldete Arbeit besonders verbreitet ist.
Trotz rückläufiger Vor-Ort-Kontrollen führte die verschärfte Vorgehensweise zu deutlich höheren Strafen. Die 74 Jahre Haft, die 2025 verhängt wurden, stellen einen deutlichen Anstieg gegenüber den 47 Jahren aus dem Vorjahr dar.
Die Maßnahmen des Zollamts Ulm führten 2025 trotz reduzierter Kontrolltätigkeit zu spürbar härteren Konsequenzen für Schwarzarbeit. Geldstrafen und Hafturteile trafen Arbeitgeber in verschiedenen Branchen, während die finanziellen Verluste für die Sozialversicherungssysteme weiterhin beträchtlich blieben. Die Behörde überwacht weiterhin besonders risikoreiche Sektoren von ihren vier Regionalstellen aus.
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