CDU-Parteitag: Merz erhält Rückhalt, doch Konflikte mit der SPD bleiben ungelöst
Social-Media-Verbot und Söders Versprechen an Merz - CDU-Parteitag: Merz erhält Rückhalt, doch Konflikte mit der SPD bleiben ungelöst
Die SPD hat ihren Parteitag in Stuttgart mit klaren Forderungen und einer Demonstration der Einheit unter ihren Spitzenpolitikern abgeschlossen. Zu den zentralen Vorschlägen gehörten strengere Regeln für Krankschreibungen, eine Rücknahme der Cannabis-Legalisierung sowie ein Mindestalter für die Nutzung sozialer Medien. Dennoch blieben die Spannungen mit dem Koalitionspartner SPD spürbar, da die Debatten über die politische Ausrichtung des Bündnisses weitergingen.
Bei der zweitägigen Veranstaltung erhielt Bundeskanzler Friedrich Merz deutliche Rückendeckung, darunter auch vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der seine Führung erneut bekräftigte. Gleichzeitig unterstrichen die Meinungsverschiedenheiten mit der SPD in Fragen der Steuerpolitik, Schuldenregeln und Sozialpolitik die anhaltenden Gräben innerhalb der Regierung.
Der Parteitag begann mit Forderungen nach schärferen Vorschriften für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen – insbesondere soll die Praxis, Krankschreibungen allein per Telefon ohne persönlichen Arztbesuch auszustellen, beendet werden. Die Delegierten sprachen sich zudem mit großer Mehrheit für die Abschaffung des Cannabis-Gesetzes aus, das im April 2024 in Kraft getreten war. Diese Position, vorangetrieben von einem Antrag der Frauen-Union unter der Leitung von Gesundheitsministerin Nina Warken, steht im Widerspruch zur Haltung der SPD: Der Koalitionsvertrag sieht bisher lediglich eine laufende Evaluation vor, nicht aber eine Rücknahme.
In der Digitalpolitik beschloss die CDU ein Verbot für Kinder unter 14 Jahren auf Plattformen wie TikTok und Instagram. Hier gab es überraschend gemeinsame Schnittmengen, da auch führende SPD-Politiker strengere Altersgrenzen befürworten.
Wirtschaftspolitisch stand die Ablehnung einer weiteren Lockerung der Schuldenbremse im Mittelpunkt. Die Partei betonte, dass Modernisierungsvorhaben nicht auf Kosten der Haushaltsdisziplin gehen dürften. Söder kritisierte scharf die Steuerpläne der SPD, insbesondere bei der Erbschaftssteuer, und schloss Kompromisse aus. Zugleich verwies er auf die dominierende Rolle der Union in der Koalition, die mit 208 Sitzen deutlich stärker vertreten ist als die SPD mit 120 Mandaten.
Trotz der inhaltlichen Konflikte endete der Parteitag mit Bekenntnissen zur Geschlossenheit. Söder sicherte Merz öffentlich seine Unterstützung zu und erklärte: "Auf uns können Sie sich verlassen. Wir stehen hinter Ihnen als Kanzler – gerne auch länger, wenn Sie das möchten." Der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU, Jens Spahn, schlug eine versöhnlichere Note an und mahnte zur Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner: "Wir müssen das hinbekommen."
Doch die unterschiedlichen Töne gegenüber der SPD waren nicht zu überhören. Während einige Führungskräfte die Kooperation betonten, unterstrichen andere die führende Rolle der Union in der Regierung – ein Zeichen für die anstehenden Verhandlungen in den kommenden Monaten.
Der CDU-Parteitag festigte die politischen Prioritäten der Partei, von strengeren Krankschreibungsregeln bis hin zu Altersbeschränkungen in sozialen Medien. Allerdings stoßen ihre Forderungen nach einer Rücknahme der Cannabis-Legalisierung und in der Steuerpolitik auf Widerstand der SPD, die zentrale Vorhaben bereits abgelehnt hat. Da die Evaluation der Cannabis-Gesetze im Koalitionsvertrag noch läuft und die Haushaltsdebatten ungelöst sind, wird der weitere Weg weitere Verhandlungen erfordern.
Die Veranstaltung bestätigte zudem Merz' Position als Kanzler, der von Regionalpolitikern wie Söder stark unterstützt wird. Doch die unterschiedlichen Herangehensweisen an die SPD deuten darauf hin, dass die internen Koalitionsdynamiken prägend für diese Regierung bleiben werden.
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