Logistikbranche kämpft mit Rekord-Krankheitstagen durch Muskel-Skelett-Erkrankungen

Jovan Johann
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Eine Gruppe von Menschen in Schutzausrüstung, einschließlich Masken und Handschuhen, lädt einen Patienten auf eine Trage, mit einer Wand, einer Tür, einer Texttafel und anderen Gegenständen im Hintergrund.Jovan Johann

Gesundheitsversicherer: Paketzusteller deutlich kränker als andere - Logistikbranche kämpft mit Rekord-Krankheitstagen durch Muskel-Skelett-Erkrankungen

Beschäftigte im Liefer- und Logistiksektor sehen sich zunehmend mit gesundheitlichen Herausforderungen konfrontiert – die Krankheitsfehltage steigen hier deutlich an. In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Ausfallzeiten um 25 bis 30 Prozent erhöht, ein Anstieg, der andere Branchen bei Weitem übertrifft. Neue Daten zeigen, wie stark die körperliche Belastung in diesem Berufsfeld ist: Vor allem Muskel-Skelett-Erkrankungen und Verletzungen treiben die Entwicklung voran.

Zwischen 2021 und 2025 stiegen die Krankheitstage von Beschäftigten in der Logistikbranche in Deutschland spürbar an. Während andere Sektoren wie die Industrie (+15 Prozent) oder der Dienstleistungsbereich (+18 Prozent) deutlich geringere Zuwächse verzeichneten, kletterte die Fehlzeitenquote in der Logistik um fast ein Drittel im Vergleich zu 2020. Der DAK-Gesundheitsreport und das Statistische Bundesamt (Destatis) führen dies auf höhere Krankheitsraten und Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie zurück.

Besonders häufig sind mittlerweile Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems: Rückenschmerzen und ähnliche Beschwerden verursachen jährlich 8,2 Fehltage pro Beschäftigtem – das sind 28 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Auch Verletzungen spielen eine große Rolle: Logistikmitarbeiter fallen pro Vorfall durchschnittlich 3,4 Tage aus, während es in anderen Berufen nur zwei Tage sind. Insgesamt liegt die Fehlzeitenquote in der Branche bei 8,2 Prozent und damit 2,8 Prozentpunkte über dem regionalen Durchschnitt.

Die tägliche Belastung spiegelt sich deutlich in den Zahlen wider: Von 1.000 Beschäftigten im Lieferbereich melden sich täglich etwa 82 krank – ein Zeichen für die körperlich anspruchsvolle Arbeit. Im Schnitt nehmen sie 30 Krankheitstage pro Jahr in Anspruch, zehn mehr als der durchschnittliche Arbeitnehmer in anderen Branchen.

Die Daten unterstreichen die wachsende gesundheitliche Belastung der Beschäftigten in der Logistik. Mit höheren Verletzungsraten, Muskel-Skelett-Problemen und insgesamt mehr Ausfallzeiten steht der Sektor vor besonderen Herausforderungen. Arbeitgeber und Politiker könnten gezwungen sein, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, um den ansteigenden Trend bei den Krankheitstagen einzudämmen.

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