Deutsche Autoindustrie in der Krise: Tausende Jobs fallen dem Wandel zum Opfer
Deutsche Autoindustrie in der Krise: Tausende Jobs fallen dem Wandel zum Opfer
Die Krise der deutschen Autoindustrie verschärft sich: Zulieferer und Hersteller kämpfen mit sinkenden Umsätzen, hartem Wettbewerb und massiven Stellenstreichungen. Der weltweit größte Autozulieferer ZF könnte allein in Deutschland bis zu 14.000 Arbeitsplätze abbauen, um sechs Milliarden Euro einzusparen. Kleinere Unternehmen wie Allgeier Automotive sind bereits zusammgebrochen und haben Hunderte Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit entlassen.
Die Krise belastet auch die kommunalen Haushalte schwer: Die Stadt Rastatt rechnet wegen einbrechender Gewerbesteuereinnahmen aus der Autoindustrie bereits im nächsten Jahr mit einem finanziellen Engpass.
Jahrzehntelang profitierte Rastatt von seiner Automobilbranche, insbesondere vom Daimler-Werk, das einst jährlich 90 Millionen Euro an Gewerbesteuer einbrachte. Doch bis 2025 ist dieser Betrag auf nur noch ein Drittel geschrumpft. Die Stadt steht nun bereits ab dem kommenden Jahr vor einer Haushaltskrise – ohne Aussicht auf Besserung.
Deutsche Autobauer haben den Umstieg auf Elektrofahrzeuge verschlafen und müssen nun mitstanden, wie günstigere chinesische Marken selbst im Premiumsegment dominieren. Die Zulieferer, ohnehin schon unter Druck, kämpfen ums Überleben. Manche haben die Branche bereits ganz verlassen, andere wie ZF kürzen drastisch – und könnten so ein Viertel ihrer deutschen Belegschaft abbauen.
Die Lage sorgt für wachsende Verärgerung. Michael Brecht, Vorsitzender des Betriebsrats bei Daimler Truck, nannte es "empörend", dass die Deutsche Bahn statt heimische Hersteller zu unterstützen, billigere chinesische Busse kauft. Gleichzeitig plant Bosch, bis 2030 weitere 22.000 Stellen zu streichen – zusätzlich zu den 50.000 Jobs, die 2022 bereits verloren gingen.
Selbst wenn die EU den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor abmildert, sind sich Branchenexperten einig: Eine Rückkehr zur alten Zeit gibt es nicht. Die Zukunft gehört der E-Mobilität – doch für viele deutsche Unternehmen kommt der Wandel zu spät. Allgeier Automotive in Uhingen, das einst 750 Menschen beschäftigte, wird nach der Insolvenz im Dezember endgültig schließen.
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 13 Prozent der Autozulieferer wegen steigender Lohnkosten Personal abbauen wollen. Doch das volle Ausmaß der Jobverluste in der Branche bleibt unklar, da belastbare Daten für die kommenden Jahre noch fehlen.
Die Autokrise verändert Deutschlands Industrielandschaft nachhaltig: Städte wie Rastatt bangt um ihre Finanzen, Zulieferer stehen vor dem Aus. Die Stellenstreichungen bei Großkonzernen wie ZF und Bosch deuten auf tiefgreifende Umbrüche hin, während der Wettbewerb aus China immer härter wird. Der Umstieg auf Elektroautos ist unausweichlich – doch für viele bleibt der Weg dorthin unsicher und teuer.
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