15 May 2026, 10:11

FDA rügt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung erneut abgemahnt

Schwarze und weiße Anzeige für Dr. Brooke's Oriental Pills mit fetter Schrift und einem kreisförmigen Logo mit einem blauen Rand auf einem weißen Hintergrund.

FDA rügt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung erneut abgemahnt

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat dem Pharmakonzern Novo Nordisk eine Rüge wegen einer Werbekampagne für sein Diabetes-Medikament Ozempic erteilt. Dies ist bereits die zweite offizielle Verwarnung für das Unternehmen innerhalb eines Monats – ein Zeichen für die verschärften Kontrollen der Aufsichtsbehörden gegen aggressive Marketingpraktiken in der Branche.

Im Fokus der FDA-Kritik steht der Werbespot mit dem Titel „Es gibt nur ein Ozempic“, dem vorgeworfen wird, fälschlich eine Überlegenheit des Präparats gegenüber Konkurrenzprodukten zu suggerieren. Zudem monieren die Behörden, dass die Anzeige die medizinischen Komplexitäten von Semaglutid – dem Wirkstoff in Ozempic – unzulässig vereinfacht darstelle.

Die Behörde bemängelte darüber hinaus die Platzierung der Sicherheitshinweise im Spot, die nach ihrer Auffassung schwerwiegende Risiken verharmlosen. Ein weiterer Streitpunkt ist die Behauptung, Ozempic verfüge über die meisten von der FDA zugelassenen Anwendungsgebiete unter den Diabetes-Medikamenten – eine Aussage, die der Regulierer als irreführend einstuft.

Eine Sprecherin von Novo Nordisk, Liz Skrbkova, bestätigte den Erhalt der Verwarnung und erklärte, das Unternehmen bereite eine offizielle Stellungnahme vor. Das Pharmaunternehmen hat nun 15 Werktage Zeit, um auf die Vorwürfe der FDA zu reagieren.

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Die Maßnahme steht im Einklang mit der aktuellen härteren Gangart der FDA gegen aufdringliche Pharmawerbung unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., der eine Null-Toleranz-Politik gegenüber täuschenden Werbestrategien vertritt. Novo Nordisk muss innerhalb der gesetzten Frist eine ausführliche Antwort einreichen. Sollte die FDA diese für unzureichend halten, könnten weitere regulatorische Schritte folgen. Der Fall unterstreicht die anhaltende kritische Prüfung der Werbestrategien von Medikamentenherstellern in den USA.

Quelle