Elektroautos stabilisieren Stromnetz: Pilotprojekt überzeugt mit intelligentem Laden
Hellmut RudolphElektroautos stabilisieren Stromnetz: Pilotprojekt überzeugt mit intelligentem Laden
Pilotprojekt in Deutschland zeigt: Elektroautos können Stromnetz stabilisieren
Ein kürzlich durchgeführtes Pilotprojekt in Deutschland hat gezeigt, dass Elektrofahrzeuge (E-Fahrzeuge) dazu beitragen können, das Stromnetz zu stabilisieren. Unter dem Namen OctoFlexBW wurde der Test mit rund 100 Elektroautos durchgeführt und bewies, dass intelligente Anpassungen beim Laden reibungslos funktionieren. Die Fahrer nahmen die Änderungen kaum wahr, während das System zuverlässig und effizient arbeitete.
Verantwortlich für das Projekt waren der Energieanbieter Octopus Energy und der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW. Ihre Plattformen Kraken und DA/RE kommunizierten während des gesamten Versuchs problemlos miteinander. Der Datenaustausch erfolgte nach den Standards von Redispatch 2.0 und lief vollständig automatisiert sowie skalierbar ab.
Alle beteiligten Fahrzeuge nahmen teil, wobei jeweils etwa ein Drittel der Flotte aktiviert wurde, sobald Anpassungen erforderlich waren. Über 90 Prozent der Autos reagierten wie erwartet und lieferten die benötigte Flexibilität ohne Probleme. Octopus Energy erstellte individuelle Grundlast-Ladepläne für die E-Fahrzeuge, sodass TransnetBW bei Netzengpässen gezielt eingreifen konnte.
Ein zentraler Schwerpunkt lag auf Redispatch 3.0, einer Weiterentwicklung des bestehenden deutschen Systems. Diese Aktualisierung führt einen marktgetriebenen Ansatz für dezentrale Flexibilität ein und macht das Netzmanagement dynamischer. Die Steuerung des Ladens blieb während des gesamten Pilotprojekts vorhersehbar und leistungsstark.
Die Rückmeldungen der E-Auto-Besitzer fielen durchweg positiv aus. Die meisten Fahrer berichteten von keinerlei Beeinträchtigungen, da die automatisierten Anpassungen im Alltag unbemerkt blieben.
Der Erfolg von OctoFlexBW ebnet den Weg für die nächste Phase: Das Projekt wird nun ausgeweitet, mit dem Ziel, mindestens 1.500 Elektrofahrzeuge einzubinden. Diese Erweiterung soll weiter erforschen, wie E-Autos unter realen Bedingungen zur Netzstabilität beitragen können.






