Brose migriert SAP-Systeme in die Cloud – ohne Stillstand in der Produktion
Hellmut RudolphBrose migriert SAP-Systeme in die Cloud – ohne Stillstand in der Produktion
Brose, ein führender Automobilzulieferer, hat seine zentralen SAP-Systeme in die Cloud verlagert – ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen. Die Migration dauerte lediglich sechs Monate und wurde abgeschlossen, während die Kundenbelieferung durchgehend aufrechterhalten wurde. Unternehmensvertreter bezeichnen das Projekt als einen wichtigen Meilenstein in puncto Geschwindigkeit, Flexibilität und Resilienz.
Der Wechsel zu SAP Cloud ERP Private auf Amazon Web Services (AWS) setzt neue Maßstäbe für die Branche. SAP-Führungskräfte heben Brose als Vorbild für künftige Cloud-Transformationen in der Fertigungsindustrie hervor.
Bei der Migration wurden Broses zentrale SAP-Systeme in eine private Cloud-Umgebung überführt. Trotz des Umfangs des Projekts kam es zu keinen Störungen in der Produktion oder bei Kundenlieferungen. Stefan Krug, Vorstandsvorsitzender von Brose, betonte, dass das Upgrade das Unternehmen schneller, anpassungsfähiger und besser auf künftige Herausforderungen vorbereitet habe.
Thomas Saueressig, Mitglied des SAP-Vorstands, lobte die schnelle und reibungslose Umsetzung. Er verwies darauf, dass Brose mit diesem Projekt beweise, wie SAP Cloud ERP Private hochleistungsfähige Fertigungsprozesse unterstützen und gleichzeitig Wachstum sowie Innovation fördern könne.
Brose plant, die Zusammenarbeit mit SAP und dessen Technologiepartnern fortzusetzen. Ziel ist es, auf dieser Basis aufzubauen und neue Technologien wie Business-KI und weitere Cloud-Lösungen zu integrieren. Das Projekt gilt inzwischen als Referenzfall für Automobilzulieferer, die ihre Systeme modernisieren wollen.
Auch andere große Automobilhersteller sind ähnliche Wege gegangen. Mercedes-Benz hat kürzlich seine globale SAP-Infrastruktur mit RISE with SAP auf AWS konsolidiert, um Komplexität zu reduzieren und die Effizienz zu steigern. Die Hyundai Motor Group schloss ebenfalls eine zweijährige Cloud-Migration ihrer Produktionssysteme ab und gab den Abschluss im März 2026 bekannt. Beide Unternehmen streben damit mehr Skalierbarkeit, Stabilität und Innovationskraft in ihren Abläufen an.
Broses Migration beweist, dass groß angelegte Cloud-Transformationen schnell und ohne Ausfallzeiten umsetzbar sind. Das Projekt dient als Benchmark für Automobilzulieferer, die auf SAP-Cloud-Lösungen setzen. Künftig wird sich das Unternehmen darauf konzentrieren, neue Technologien zu nutzen, um seine Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen.






