Reutlingen gedenkt der Kriegsopfer mit bewegender Zeremonie und klarer Botschaft gegen Extremismus
Abraham HermighausenReutlingen gedenkt der Kriegsopfer mit bewegender Zeremonie und klarer Botschaft gegen Extremismus
Feierliche Gedenkveranstaltung in Reutlingen für die Opfer der Weltkriege
In Reutlingen fand eine würdevoll gestaltete Gedenkfeier statt, um der Opfer der beiden Weltkriege zu gedenken. Lokale Amtsträger, Militärvertreter und Schüler versammelten sich, um über die Geschichte und ihre Lehren für die Gegenwart nachzudenken. Das Programm umfasste Reden, Kranzniederlegungen und einen Zug zum örtlichen Kriegsdenkmal.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Zehntklässlern der Eichendorff-Realschule, die im Trauerraum des Lindenfriedhofs mit eindringlichen Worten an die Themen Krieg, Terror und Tod erinnerten. Ihre Beiträge boten berührende und anschauliche Perspektiven auf die Schrecken der Vergangenheit.
Anschließend begaben sich die Teilnehmer zum Kriegsdenkmal, wo Reservisten der Bundeswehr und Vertreter der US-Streitkräfte gemeinsam mit lokalen Würdenträgern standen. Thomas Keck hielt in seiner Gedenkrede die Bedeutung des Bewahrens der Erinnerungen von Überlebenden des Zweiten Weltkriegs fest. Er warnte davor, ihre Erfahrungen mit der Zeit in Vergessenheit geraten zu lassen.
Pastor Roland Knäbler sprach über die Gefahren von Angst und Spaltung in unsicheren Zeiten. Er mahnte, dass dort, wo das Recht des Stärkeren herrsche, sich Unsicherheit und Furcht ausbreiteten. Auch Reutlingens Oberbürgermeister richtete sich an die Versammelten und rief zu gegenseitigem Respekt und offenem Dialog auf. Gleichzeitig betonte er, dass Stimmen, die sich gegen Freiheit und Demokratie richteten, entschlossen zurückgewiesen werden müssten.
Der Oberbürgermeister verwies auf den wachsenden Zuspruch für radikale und extremistische Gruppen und brachte dies mit einem erstarkenden Nationalismus in Verbindung. Am Denkmal legten Thomas Keck und Jürgen Neumeister, Vorsitzender des örtlichen VdK, zum Gedenken an die Kriegsopfer Kränze nieder.
Die Feier schloss mit einem Appell, wachsam gegen Intoleranz und Spaltung zu bleiben. Schüler, Amtsträger und Militärangehörige gedachten gemeinsam der Verstorbenen und unterstrichen damit die Notwendigkeit, aus der Geschichte zu lernen. Die Veranstaltung machte deutlich, wie sehr der Einsatz für demokratische Werte angesichts des wachsenden Extremismus weiterhin eine Herausforderung bleibt.






