Baden-Württemberg fördert 21 innovative Stadtentwicklungsprojekte mit fast einer Million Euro
Marliese MülichenBaden-Württemberg fördert 21 innovative Stadtentwicklungsprojekte mit fast einer Million Euro
Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen fördert 21 Stadtentwicklungsprojekte in Baden-Württemberg
Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen hat die Finanzierung von 21 Projekten zur Stadterneuerung in ganz Baden-Württemberg bekannt gegeben. Staatssekretärin Andrea Lindlohr gab am 12. November 2025 bekannt, dass insgesamt 978.000 Euro in die Vorhaben fließen sollen. Die Mittel sollen Initiativen unterstützen, die brachliegende Flächen und ungenutzte Gebäude in Städten und Gemeinden einer neuen Nutzung zuführen.
Die Projekte sind Teil des langjährigen Programms "Bauland durch Stadterneuerung aktivieren", an dem seit seinem Start im Jahr 2009 bereits 142 Kommunen beteiligt waren.
Eines der zentralen Vorhaben entsteht in Emmendingen, wo aus einer versiegelten Parkfläche namens Festplatz ein grünes Mischnutzungsquartier entstehen soll. Die Stadt setzt dabei auf einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb, um die Umgestaltung zu steuern.
In Achern plant die Verwaltung, das Gelände des ehemaligen Krankenhauses in zwei Schritten neu zu entwickeln: Zunächst soll ein städtebaulicher Wettbewerb stattfinden, gefolgt von der Auswahl eines Investors. Sindelfingen hingegen konzentriert sich auf die Aufwertung eines bestehenden Gewerbe- und Industriegebiets, um die heterogen genutzte Fläche effizienter zu gestalten.
Heiligenberg will leerstehende Wohngebäude in Wohnraum für junge Familien umwandeln und altersgerechtes Wohnen schaffen. Tannheim wiederum hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um alle Gewerbeflächen der Gemeinde zu erfassen und zu aktivieren.
Der Gemeindeverband Heidelberg-Leimen erhält eine Förderung zur Erweiterung des interkommunalen Gewerbe- und Industrieparks. Auf regionaler Ebene führt der Regionalverband Ostwürttemberg eine strategische Untersuchung zu Gewerbeflächen im gesamten Gebiet durch, das derzeit einen wirtschaftlichen Strukturwandel erlebt.
Die Mittel stammen aus dem Programm "Potenziale durch Innenentwicklung erschließen", das bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten für nicht-investive Maßnahmen übernimmt. Ziel ist es, durch eine nachhaltige Stadtentwicklung bestehende Flächen besser zu nutzen.
Mit der aktuellen Förderrunde steigt die Zahl der beteiligten Kommunen seit 2009 auf 142. Jedes Projekt adressiert lokale Herausforderungen – von Wohnungsmangel bis zur Optimierung von Gewerbeflächen. Die Unterstützung des Ministeriums soll Zersiedelung verringern und eine intelligentere Flächennutzung in der Region fördern.






