Zeiss Meditec kündigt radikale Umstrukturierung mit bis zu 1.000 Jobabbau an
Hellmut RudolphZeiss Meditec kündigt radikale Umstrukturierung mit bis zu 1.000 Jobabbau an
Die Carl Zeiss Meditec, eine Tochtergesellschaft des deutschen Technologiekonzerns Zeiss, hat ein umfassendes Umstrukturierungsprogramm angekündigt. Das Unternehmen will damit die Profitabilität steigern und das Wachstum fördern – als Reaktion auf rückläufige Umsätze in der ersten Jahreshälfte 2026. Im Rahmen der Maßnahmen könnten in den nächsten drei Jahren weltweit bis zu 1.000 Arbeitsplätze abgebaut werden.
Anlass für die Restrukturierung ist ein Rückgang des Gesamtumsatzes von 5,7 Prozent. Schwache Geschäfte in zentralen Bereichen wie der Augenheilkunde und chirurgischen Mikroskopen haben die Entscheidung beschleunigt. Um die Kosten zu senken, verlagert Zeiss Teile der Produktion in Länder mit niedrigeren Löhnen und stellt weniger lukrative Produkte ein.
Die Umstrukturierung wird voraussichtlich bis zu 150 Millionen Euro kosten. Bisher hat das Unternehmen nicht konkretisiert, welche Standorte oder Abteilungen besonders betroffen sein werden. Die Stellenstreichungen sollen schrittweise erfolgen, wobei sich die vollen Auswirkungen bis 2029 entfalten werden.
Ziel der Reformen ist es, das Geschäft von Zeiss zu straffen und sich auf Bereiche mit hoher Marge zu konzentrieren. Bis 2029 will das Unternehmen mit einer schlankeren Belegschaft effizienter arbeiten. Die Veränderungen werden Mitarbeiter in mehreren Regionen und Sparten betreffen.






