15 May 2026, 22:11

Wie ein Pionier der Solarbranche Süddeutschland mit grüner Energie prägte

Liniendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wie ein Pionier der Solarbranche Süddeutschland mit grüner Energie prägte

Thomas Hartmann hat fast drei Jahrzehnte lang die Solarbranche in Süddeutschland geprägt. Sein Weg begann 1994 mit Großbestellungen für solarthermische Anlagen – lange bevor erneuerbare Energien im Mainstream ankamen. Heute steht sein Unternehmen, die Hartmann Energietechnik GmbH, als Zeichen für Beharrlichkeit und frühe Weichenstellung in der grünen Technologie.

Den ersten offiziellen Schritt in seiner Solarkarriere machte Hartmann im April 1995 mit der Gründung von Energie & Natur. Bis zum Jahr 2000 hatte er seine erste Photovoltaikanlage installiert – eine bescheidene 4,5-Kilowatt-Anlage auf dem Dach eines Wohnhauses in Rottenburg. Im selben Jahr gründete er gemeinsam mit Gerhard Weiße den Verband der Solareinkaufsgenossenschaften, um die kollektiven Kräfte in der Branche zu bündeln.

Sein Wirkungskreis erweiterte sich schnell: Ein lokaler Unternehmensberater beauftragte ihn mit dem Bau zweier größerer Solarparks – zunächst eine 37-Kilowatt-Anlage, gefolgt von einer 61-Kilowatt-Installation. Zur gleichen Zeit richtete er an der Grundschule in Rottenburg-Oberndorf eine 24-Kilowatt-Solaranlage ein, das erste Bürger-Solarprojekt des Landkreises.

2006 fasste Hartmann seine Aktivitäten im neu errichteten Sonnenzentrum in Oberndorf zusammen. Der Komplex vereinte die Produktion von Solarkollektoren, Büroräume, seine eigene Wohnung und sogar ein Restaurant. Seine Arbeit zog auch bundesweite Aufmerksamkeit auf sich: Die damalige Bundesjustizministerin Hertha Däubler-Gmelin lud Wirtschaftsminister Werner Müller nach Oberndorf ein, um die Auswirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vor Ort zu begutachten.

Die Entwicklung des Unternehmens spiegelte die Höhen und Tiefen der Branche wider. Begonnen mit fünf Mitarbeitern im Jahr 2000, wuchs das Team während des Solarbooms auf bis zu 15 Beschäftigte an. Heute, ein Jahrzehnt später, arbeitet das Unternehmen mit einem stabilen Stamm von zehn Mitarbeitern.

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Hartmann sieht im Erneuerbare-Energien-Gesetz den Grundstein seines Erfolgs – ohne diese Förderung wäre der Fortschritt undenkbar gewesen. Seine Projekte, von kleinen Dachanlagen bis hin zu großflächigen Solarparks, haben die Energielandschaft der Region nachhaltig geprägt. Das Sonnenzentrum bleibt ein sichtbares Symbol für sein Engagement in der erneuerbaren Technologie.

Quelle