Winfried Kretschmann tritt nach 15 Jahren als Ministerpräsident zurück
Jovan JohannKretschmann tritt gerne ab - 'Gut geführtes Haus' - Winfried Kretschmann tritt nach 15 Jahren als Ministerpräsident zurück
Winfried Kretschmann ist nach 15 Jahren im Amt als Ministerpräsident von Baden-Württemberg zurückgetreten. Sein Rückzug folgt auf die Landtagswahl im März 2026 und markiert das Ende einer langen politischen Karriere. Er verlässt das Amt mit Vertrauen in seinen Nachfolger, Cem Özdemir, und dem Gefühl, ein erfülltes Wirken hinter sich zu haben.
Kretschmann übernahm 2011 erstmals das Amt und wurde damit Deutschlands erster grüner Ministerpräsident. Sein Aufstieg erfolgte nach prägenden Ereignissen wie den Protesten gegen Stuttgart 21 und der Nuklearkatastrophe von Fukushima. Während seiner Amtszeit regierte er zunächst in einer Koalition mit der SPD (2011–2016) und später mit der CDU.
Bekannt für seinen pragmatischen Führungsstil, erwarb er sich den Ruf eines verlässlichen "Landesvaters" mit breiter öffentlicher Unterstützung. Nun, da er die Politik verlässt, betont er, dies ohne Bedauern zu tun. Stattdessen ist er überzeugt, dass die Geschicke des Landes gut geführt und in kompetenten Händen sind.
Sein designierter Nachfolger, Cem Özdemir, erhält von Kretschmann höchste Anerkennung. Als talentiert, erfahren und zukunftsorientiert beschrieben, gilt Özdemir als umsichtiger Führer, der bereit ist, die Verantwortung zu übernehmen.
Kretschmanns Abschied schließt ein bedeutendes Kapitel der politischen Geschichte Baden-Württembergs ab. Sein Nachfolger steht nun vor der Aufgabe, die in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten aufgebaute Stabilität und das öffentliche Vertrauen zu wahren. Der Wechsel vollzieht sich zu einem Zeitpunkt, an dem das Land sich auf eine neue Phase unter Özdemirs Führung vorbereitet.