16 March 2026, 06:10

Baden-Württemberg befördert Hunderte Lehrer in A14 – doch Kritik wächst laut

Ein Plakat mit animierten Bildern von Menschen und dem Text "Was für ein Boom 2014/15: Die Zahl der internationalen Studierenden in den USA stieg um 10% auf einen Rekordwert von 974.926 Studierenden."

Baden-Württemberg befördert Hunderte Lehrer in A14 – doch Kritik wächst laut

Baden-Württembergs Bildungsministerium plant Beförderung von Hunderten Lehrkräften in die Besoldungsstufe A14 bis Mai

Das Kultusministerium Baden-Württemberg hat Pläne bekannt gegeben, bis Mai mehrere hundert Lehrkräfte an weiterführenden Schulen in die höhere Besoldungsgruppe A14 zu befördern. Für erfahrene Pädagogen, die in der Regel in der Stufe A13 beginnen, stellt dies einen wichtigen Karriereaufstieg dar. Die Ankündigung stößt jedoch beim Philologenverband Baden-Württemberg auf scharfe Kritik.

Die Beförderungen erfolgen auf Grundlage der Verwaltungsvorschrift "Beförderung zur Oberstudienrätin/zum Oberstudienrat" vom 19. März 2001 in ihrer aktuellen Fassung. In diesem Jahr sind 81 Stellen für Gymnasiallehrkräfte, 203 für Berufsschulen sowie weitere Möglichkeiten an Gemeinschaftsschulen vorgesehen.

Der Philologenverband wirft dem Ministerium vor, Gemeinschaftsschulen zu bevorzugen, während Gymnasien vernachlässigt würden. In einer aktuellen Stellungnahme bezeichnete der Verband die Politik als "Budget-Täuschungsmanöver" und warnte vor einer "systematischen Unterfinanzierung" der Gymnasien. Besonders im Regierungsbezirk Karlsruhe habe die Umverteilung der Stellen nahezu das gesamte Jahreskontingent für Gymnasialbeförderungen aufgezehrt.

Zudem kritisiert der Verband, dass das Ministerium zwar gleiche Beförderungschancen für alle Schulformen fordere, dafür aber weder zusätzliche Mittel noch eine langfristige Planung vorlege. Auch zu den A14-Beförderungen für 2025 – sowohl an Gemeinschafts- als auch an Gymnasien – liegen bisher keine konkreten Angaben vor.

Mit der Entscheidung werden zwar Hunderten Lehrkräften bis Mai ein wichtiger Karrierefortschritt ermöglicht. Der Philologenverband hält die Politik jedoch für geeignet, die Ungleichheiten zwischen den Schulformen weiter zu vertiefen. Die Debatte zeigt die anhaltenden Spannungen bei der Ressourcenverteilung im baden-württembergischen Bildungssystem auf.

Quelle