02 April 2026, 00:11

Vom Pandemie-Höhepunkt zur Bedeutungslosigkeit: dieBasis kämpft ums Überleben

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP, das zwei Männer auf einem Sofa sitzend zeigt, mit Text, der Informationen über die Partei enthält.

Vom Pandemie-Höhepunkt zur Bedeutungslosigkeit: dieBasis kämpft ums Überleben

Die Basisdemokratische Partei Deutschlands, bekannt als dieBasis, entstand im Juli 2020 aus der Bewegung Widerstand 2020. Schnell erregte sie Aufmerksamkeit, indem sie die Pandemiepolitik kritisierte und antiestablishment-Positionen vertrat. Ihr Höhepunkt lag während der COVID-19-Jahre, als ihre Botschaft bei einer breiten, aber zersplitterten Wählerschaft Anklang fand.

Als direkte Reaktion auf die Regierungsmaßnahmen des Jahres 2020 gegründet, baute dieBasis ihr Programm auf vier Grundsätzen auf: individuelle Freiheit, strikte Begrenzung der Staatsmacht, Achtsamkeit sowie kollektive Entscheidungsfindung durch "Schwarmintelligenz". Die Partei forderte zudem tiefgreifende Reformen in der Landwirtschaft, darunter einen vollständigen Umstieg auf ökologischen Landbau, und im Gesundheitswesen, wo sie sich für eine universelle Bürgerversicherung und die gleichberechtigte Anerkennung alternativer Medizin einsetzte.

Ihren größten Wahlerfolg feierte die Partei 2021 und 2022, als sie in einigen Landeswahlen bis zu 1,5 Prozent der Stimmen holte. Ihre Anhänger einte vor allem die Ablehnung von Lockdowns, Impfpflichten und dem, was sie als staatliche Übergriffe wahrnahmen. Trotz des anfänglichen Schwungs gelang es dieBasis jedoch nie, Gesetze zu verabschieden oder konkrete Gesetzesvorlagen auf Landes- oder Bundesebene einzubringen.

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Seit 2023 jedoch hat sich das Blatt gewendet: Die Umfragewerte der Partei sind in allen jüngsten Wahlen unter ein Prozent gefallen, und für die Bundestagswahl 2025 wird sie lediglich auf 0,2 Prozent geschätzt. Anders als traditionelle Parteien lehnt dieBasis eine klare Einordnung im links-rechts-Spektrum ab und setzt stattdessen auf direkte Demokratie und häufige Volksabstimmungen. Zudem fordert sie ein Mediensystem ohne das, was sie als Zensur bezeichnet, und mit stärkerer öffentlicher Kontrolle.

Zu ihren zentralen Forderungen gehört eine grundlegende Reform der Entscheidungsprozesse: Durch verbindliche Abstimmungen auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene sollen wichtige Fragen geklärt werden. Doch trotz dieser ambitionierten Pläne hat keine der dokumentierten Initiativen von dieBasis es bislang in den parlamentarischen Prozess geschafft.

Nach einem kurzen Popularitätsschub während der Pandemie steht dieBasis nun vor sinkender Bedeutung in der deutschen Politik. Ihre Wählerunterstützung ist auf ein fast marginales Niveau geschrumpft, und ihre Forderungen nach systemischem Wandel haben sich bisher nicht in legislative Erfolge umsetzen lassen. Ungewiss bleibt, welchen Einfluss die Partei bei der Bundestagswahl 2025 noch entfalten wird.

AKTUALISIERUNG

dieBasis Maintains Grassroots Momentum with 2026 Events

The party has confirmed several public engagements in April 2026, showing continued organisational activity:

  • A peace run and Florian Pfaff lecture in Frankfurt on 4 April
  • A three-day Spring Academy (24–26 April) focused on educational reform
  • Additional talks on freedom and truth across Germany These events follow their 2026 state election programme announcement for Baden-Württemberg, which includes demands for regular public referendums.