Vom bayerischen Bauernhof zur Samurai-Schule: Ein Meister verbindet Traditionen
Abraham HermighausenVom bayerischen Bauernhof zur Samurai-Schule: Ein Meister verbindet Traditionen
Ryūnosuke Ōtsuka, ein Samurai-Meister, hat den Hauptsitz seiner traditionellen Kampfkunstschule auf einen bayerischen Bauernhof verlegt. Geboren als Markus Lösch, leitet er heute die Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō-Schule aus Lengenwang heraus, wo er auch Gemeinschaftsveranstaltungen und Trainingseinheiten anbietet. Seine Pläne umfassen die Umwandlung des Anwesens in ein kulturelles Zentrum mit japanisch geprägten Einrichtungen und Festen.
Ōtsukas Weg in den Kampfkünsten begann mit Kendō und Iaidō, bevor er sich vollständig der Samurai-Tradition widmete. Ursprünglich strebt er eine Laufbahn als Schriftsteller an, doch später verschrieb er sich der Bewahrung der Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō. 2016 wurde er von seinem Meister adoptiert, übernahm den Familiennamen Ōtsuka und wurde zum Oberhaupt der Schule.
Noch im selben Jahr verlegte er den Hauptsitz der Schule von Tokio nach München. Bis 2025 erfolgte ein weiterer Umzug – diesmal in das ruhige bayerische Dorf Lengenwang. Die Schule unterhält heute Zweige in acht Ländern, darunter Japan, Deutschland und Großbritannien.
Auf seinem Bauernhof veranstaltet Ōtsuka regelmäßig Trainingsstunden in der örtlichen Turnhalle sowie Seminare im Freien. Zudem organisiert er Grillfeste und Feiern, zu denen Nachbarn und Besucher eingeladen sind. Zu seinen künftigen Projekten gehören die Umgestaltung einer alten Scheune in ein Dōjō, Meditationsräume und traditionelle japanische Bäder. Der Garten soll zu einem "Freiluft-Dōjō" werden, und auf dem Gelände entsteht ein japanischer Schrein. Darüber hinaus plant er die Ausrichtung von Matsuri, traditionellen japanischen Straßenfesten, um die Gemeinschaft enger zusammenzubringen.
Der Bauernhof in Lengenwang entwickelt sich zu einem Zentrum für Samurai-Kultur und gemeinschaftliche Begegnungen. Mit Trainingsstätten, Festen und japanisch inspirierten Umbauten verbindet Ōtsuka Tradition mit lokaler Einbindung. Die Expansion der Schule und seine laufenden Projekte zeigen sein Engagement, Kampfkünste über Grenzen hinweg zugänglich zu machen.






