16 April 2026, 10:11

Stihl baut neues Werk in Rumänien für batteriebetriebene Geräte bis 2028

Schwarze und weiße Fotografie eines Fabrikinneren mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, Metallstangen und -pole, beschriftet mit "Neue Eisengießerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Wachstum bei batteriebetriebenen Geräten - Stihl investiert in Osteuropa - Stihl baut neues Werk in Rumänien für batteriebetriebene Geräte bis 2028

Stihl eröffnet ein neues Werk in Rumänien, das sich auf batteriebetriebene Geräte konzentrieren soll. Die 125 Millionen Euro teure Produktionsstätte in Oradea wird bis 2028 rund 700 Arbeitsplätze schaffen. Dieser Schritt folgt auf die Ankündigung des Unternehmens im April 2023, weltweit 500 Stellen aufgrund wirtschaftlicher Herausforderungen abzubauen.

Der Standort wird eine zentrale Rolle dabei spielen, die steigende Nachfrage nach akkubetriebenen Werkzeugen zu bedienen. Derzeit läuft bereits mehr als jedes vierte weltweit verkaufte Stihl-Produkt mit Batterie – ein Anteil, der bis 2027 voraussichtlich auf 35 Prozent und bis 2035 auf 80 Prozent steigen wird.

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Die Entscheidung für Rumänien fällt vor dem Hintergrund deutlich niedrigerer Produktionskosten in Osteuropa im Vergleich zu Deutschland. Während das neue Werk die Kapazitäten ausbaut, wird Stihl seine Belegschaft in Deutschland um eine niedrige dreistellige Zahl reduzieren. Diese Kürzungen sollen vor allem über freiwillige Programme und natürliche Fluktuation wie Renteneintritte erfolgen.

Ende 2023 beschäftigte Stihl weltweit etwa 19.700 Mitarbeiter, davon über 6.000 am deutschen Stammsitz. Das rumänische Werk wird ausschließlich Batterien und batteriebetriebene Geräte fertigen und damit die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf Elektrifizierung unterstreichen.

Die Investition spiegelt Stihls langfristige Strategie wider, sich an Markttendenzen anzupassen. Akkubetriebene Produkte machen bereits einen wachsenden Anteil am Umsatz aus, und das Werk in Oradea soll helfen, diese Nachfrage effizienter zu bedienen.

Die neue Fabrik in Oradea wird nicht nur die Produktionskapazitäten von Stihl stärken, sondern auch die Abhängigkeit von der teureren Fertigung in Deutschland verringern. Bis 2028 sollen dort 700 Mitarbeiter beschäftigt sein und den Wandel des Unternehmens hin zu batteriebetriebenen Werkzeugen unterstützen. Gleichzeitig werden die Stellenabbaumaßnahmen in Deutschland über freiwillige Regelungen und ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt.

Quelle