23 April 2026, 18:12

Steuergelder für Podcasts: Teure Flops und überraschende Erfolge in Baden-Württemberg

Konferenz mit sitzendem Publikum, das Rednern auf der Bühne lauscht, Medien und Eigentümer im Gespräch, mit einem großen Werbeplakat und einer Wand im Hintergrund.

Teure Podcasts Floppen - Wenige Zuhörer trotz hoher Kosten - Steuergelder für Podcasts: Teure Flops und überraschende Erfolge in Baden-Württemberg

Von staatlicher Seite geförderte Podcasts in Baden-Württemberg weisen deutliche Unterschiede sowohl in ihrer Beliebtheit als auch in den Produktionskosten auf. Einige Formate zogen bei ihrem Start Tausende Hörer an, während andere Mühe hatten, auch nur einige Hundert zu erreichen. Die Ausgaben pro Folge reichten dabei von einigen Hundert Euro bis hin zu Zehntausenden.

Der Podcast Câshflow, moderiert von Finanzminister Danyal Bayaz, startete erfolgreich mit 2.812 Hörern bei der ersten Folge. Die jüngste Ausgabe kam jedoch nur noch auf durchschnittlich 416 Hörer pro Folge. Über die ersten 30 Folgen hinweg beliefen sich die Produktionskosten im Schnitt auf 932,14 Euro pro Episode.

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Der Podcast Löwenherz – der Wirtschaftspodcast des Wirtschaftsministeriums hatte einen bescheidenen Auftakt mit lediglich 233 Hörern. Die Gesamtkosten für das Jahr 2025 wurden mit 1.972,43 Euro veranschlagt.

SpätzlesPress, präsentiert von Rudi Hoogvliet, erreichte 256 Hörer, verursachte jedoch deutlich höhere Ausgaben in Höhe von insgesamt 36.179 Euro. Für den Podcast Unser Holz des Forstministeriums wurden Gesamtkosten von 14.280 Euro ausgewiesen, wobei die Hörerzahlen nicht bekannt gegeben wurden.

Die teuerste Produktion stammte vom Innenministerium: Ein namenloser Podcast schlug mit 49.230,30 Euro zu Buche. Trotz der hohen Investitionen verzeichnete er mit 14.230 Hörern deutlich mehr Zuhörer als die meisten anderen Formate.

Die Zahlen zeigen eklatante Unterschiede bei der Verwendung öffentlicher Mittel für Podcasts. Einige Reihen wie Câshflow verzeichneten nach dem Start einen starken Rückgang der Hörerzahlen, während andere konstant, aber auf niedrigem Niveau blieben. Die Kosten variierten stark – besonders die Produktion des Innenministeriums stach als sowohl teuerste als auch meistgehörtes Format hervor.

Quelle