Sportministerkonferenz beschließt mehr Frauenwettbewerbe und sicheren Sport für alle
Hellmut RudolphSportministerkonferenz beschließt mehr Frauenwettbewerbe und sicheren Sport für alle
Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand auf der Insel Norderney statt, geleitet von Theresa Schopper, der Sportministerin von Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Ausweitung von Frauenwettbewerben im Wintersport, die Verbesserung der Finanzierung für Vereine sowie die Förderung von Bewegung bei Kindern und Jugendlichen.
Zu den zentralen Beschlüssen gehörten Pläne für ein neues Zentrum für sicheren Sport sowie Forderungen nach klareren Finanzregeln für Sportorganisationen.
Theresa Schopper eröffnete die Konferenz mit dem Appell, einen Nationalen Aktionsplan zur Steigerung der körperlichen Aktivität von Kindern voranzutreiben. Zudem setzte sie sich für Chancengleichheit in der Nordischen Kombination ein und forderte die Aufnahme von Frauenwettbewerben bei den Olympischen Winterspielen 2026.
Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister für Sport, unterstützte diese Forderung nachdrücklich. Er mahnte eine zügige Umsetzung des Sportfördergesetzes an und schlug die Einrichtung einer unabhängigen Agentur zur Unterstützung von Spitzensportlern in seiner Region vor. Schuster begrüßte zudem den Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendsport und verwies dabei auf die Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz lag auf den Fortschritten im Frauen-Wintersport. Seit der Premiere des Skispringens der Frauen bei den Olympischen Spielen 2014 haben sich Investitionen und Medieninteresse deutlich erhöht. Auch im Skilanglauf gibt es Erweiterungen, etwa durch neue Streckenlängen und Teamwettbewerbe für Frauen. Befürworter argumentieren, dass diese Entwicklungen die Gleichberechtigung fördern, mehr Zuschauer anziehen und Sponsorenmöglichkeiten schaffen.
Zu finanziellen und rechtlichen Themen äußerte sich Daniela Behrens, Niedersächsische Sportministerin, dankbar über die konstruktiven Gespräche. Sie kündigte die Gründung des Zentrums für sicheren Sport an und setzte sich für transparente Finanzrahmen ein, um Vereinen mehr Planungssicherheit zu geben.
Dr. Christiane Schenderlein, Beauftragte der Bundesregierung für Sport, bestätigte, dass das neue Zentrum für sicheren Sport unabhängig arbeiten werde. Zudem erläuterte sie das Sportfördergesetz, das die Finanzierung im Spitzensport vereinfachen soll. Andy Grote, Hamburger Sportsenator, unterstrich unterdessen die Dringlichkeit des Nationalen Aktionsplans, um die Bewegungsziele für Kinder zu erreichen.
Auch steuerliche Fragen für Sportvereine und die Vorbereitung auf Großveranstaltungen standen auf der Agenda. Die Teilnehmer einigten sich darauf, dass strukturierte Unterstützung notwendig ist, um die finanzielle Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Vereine zu sichern.
Die Konferenz endete mit konkreten Zusagen: die Nordische Kombination für Frauen soll ausgebaut, die Förderstrukturen verbessert und das Zentrum für sicheren Sport zügig umgesetzt werden. Gleichzeitig sollen Maßnahmen ergriffen werden, um mehr junge Menschen für den Sport zu begeistern.
Nun liegt es an den Ministern, diese Beschlüsse bis zum nächsten Treffen umzusetzen – mit dem Ziel, Chancengleichheit und finanzielle Sicherheit für Athletinnen, Athleten und Vereine zu gewährleisten.






