02 April 2026, 08:11

SPD-Abgeordneter Daniel Born tritt nach Hakenkreuz-Skandal zurück

Deutsches Propagandaplakat für die Nazi-Partei, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt, mit Text.

Nach Swastika-Skandal: Hier wählt Daniel Born erneut - SPD-Abgeordneter Daniel Born tritt nach Hakenkreuz-Skandal zurück

Ein Streit um eine geheime Abstimmung hat zum Rücktritt von Daniel Born geführt, einem Abgeordneten des Landtages von Baden-Württemberg. Der Vorfall betraf ein Hakenkreuz, das im Juli auf einem Stimmzettel gezeichnet worden war. Born hat seitdem seine Ämter in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) niedergelegt und seine Kandidatur für die Wiederwahl zurückgezogen.

Die Auseinandersetzung wirft zudem ein Schlaglicht auf die anhaltenden Spannungen wegen der wiederholten gescheiterten Versuche der rechtspopulistischen AfD, trotz eines Anspruchs auf Vertretung Sitze in einem wichtigen Gremium zu erlangen.

Im Juli hatte Daniel Born bei einer geheimen Wahl seinen Stimmzettel mit einem Hakenkreuz markiert. Der Vorfall wurde während der Auswahl von AfD-Vertretern für den Oberrheinrat bekannt, ein grenzüberschreitendes Parlamentariergremium mit Mitgliedern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Dieser Rat trifft sich zweimal jährlich, um regionale Themen zu behandeln.

Born, der bereits zuvor in der Kritik gestanden hatte, trat von seinen SPD-Ämtern zurück und zog seine Bewerbung für die Wiederwahl zurück. Allerdings bleibt er bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode als fraktionsloser Abgeordneter im Landtag.

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Unterdessen hält die AfD weiterhin keine Sitze im Kuratorium der Landeszentrale für politische Bildung – trotz ihres Anspruchs auf zwei Vertreter. Die unparteiische, dem Landtag zugeordnete Einrichtung hat in dieser Wahlperiode alle 15 Kandidaten der Partei abgelehnt. Über die genauen Gründe für die Ablehnungen oder die ursprüngliche Sitzverteilung wurden keine Details bekannt.

Am Donnerstag nahm Born an einer weiteren Abstimmung über die Entsendung von AfD-Mitgliedern in den Oberrheinrat teil. Das Ergebnis dieser jüngsten Wahl steht noch aus.

Borns Rücktritt folgt auf den Stimmzettel-Vorfall, der auf breite Verurteilung stieß. Sein Austritt aus der SPD berührt nicht sein Parlamentmandat, das er bis zum Ende der Legislaturperiode behält. Die AfD bleibt trotz ihres Anspruchs weiterhin ohne Vertretung im Kuratorium der Landeszentrale für politische Bildung, nachdem alle bisherigen Versuche gescheitert sind.

Zu den Ablehnungsgründen oder der Sitzverteilung im Rat wurden keine weiteren Erklärungen abgegeben.

Quelle