Sabotage an Rheinstrecke: ICE rast in Betonplatten – wer steckt dahinter?
Hellmut RudolphSabotage an Rheinstrecke: ICE rast in Betonplatten – wer steckt dahinter?
Schnellzug prallt auf Betonplatten – Sabotage an Rheinstrecke bei Willstätt
In den frühen Morgenstunden des 5. April fuhr ein ICE-Hochgeschwindigkeitszug auf der Rheintalbahn in der Nähe von Willstätt gegen Betonplatten, die auf den Gleisen platziert worden waren. Bei dem Vorfall wurde zudem ein wichtiges Steuerkabel durchtrennt, wodurch sich die Schranken eines Bahnübergangs in geschlossener Position verklemmten. Die Behörden ermitteln nun wegen vorsätzlicher Behinderung des Bahnbetriebs.
Unbekannte hatten vor Tagesanbruch die Betonplatten sowie das Kabel auf den Gleisen deponiert. Gegen 5:41 Uhr überfuhr ein herannahender ICE die Hindernisse und beschädigte dabei das Kabel, das die Schrankenanlage steuert. In der Folge blieben die Schranken dauerhaft geschlossen.
Reparaturtrupps arbeiteten unter Hochdruck, um das durchtrennte Kabel zu instand zu setzen und die Schrankenanlage wieder voll funktionsfähig zu machen. Während der Arbeiten musste der Zugverkehr vorübergehend eingestellt werden, was zu geringfügigen Verspätungen für Reisende führte.
Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, wer die Platten platziert oder das Kabel manipuliert hat.
Die Höhe des Sachschadens wird derzeit noch von Bahnverantwortlichen begutachtet.
Mittlerweile ist der Zugbetrieb auf der betroffenen Strecke wieder aufgenommen worden. Das Motiv hinter der Sabotage bleibt jedoch unklar. Die Polizei fahndet weiterhin nach den Verantwortlichen, während die Bahnbetreiber die genauen Folgen der Beschädigungen bewerten.






