Rechtsfahrgebot: Warum die rechte Spur oft falsch genutzt wird – und was es wirklich kostet
Hellmut RudolphRechtsfahrgebot: Warum die rechte Spur oft falsch genutzt wird – und was es wirklich kostet
Deutsche Verkehrsregeln verlangen von Autofahrern, sich auf mehrspurigen Straßen möglichst weit rechts zu halten. Die Vorschrift soll Staus verringern und die Sicherheit erhöhen, doch Missverständnisse führen oft zu Frust. Kürzlich erklärte die Polizei Pforzheim die „Rechtsfahrgebot“-Regel mit Humor in den sozialen Medien – und erntete dafür breite Zustimmung.
Das Rechtsfahrgebot gilt auf allen Straßen mit mehr als einer Spur pro Fahrtrichtung. Auf zweispurigen Strecken müssen Autofahrer die rechte Spur nutzen, sofern sie frei ist. Dauerhaftes Blockieren der mittleren Spur – selbst bei moderatem Tempo – kann gefährliche Situationen schaffen und das Unfallrisiko erhöhen.
Überholen auf der rechten Seite ist in der Regel verboten und wird in Städten mit mindestens 30 Euro, außerhalb geschlossener Ortschaften mit 100 Euro sowie einem Punkt in Flensburg geahndet. Ausnahmen gibt es etwa in mehrspurigen innerstädtischen Bereichen vor Ampeln oder auf Beschleunigungsstreifen. Auf dreispurigen Straßen müssen Fahrer nicht sofort auf die äußerste rechte Spur zurückkehren, wenn kurz darauf ein weiteres Überholmanöver ansteht.
Auch Mindestgeschwindigkeiten sind geregelt: Nur Fahrzeuge, die mindestens 60 km/h erreichen können, dürfen Autobahnen benutzen – müssen diese Geschwindigkeit aber nicht durchgehend halten. Aggressives Verhalten wie Drängeln, abruptes Bremsen oder Lichthupe als Einschüchterung bleibt verboten und gefährlich.
Die Polizei Pforzheim griff die Regeln kürzlich in einem locker formulierten Social-Media-Beitrag auf. Die Aktion wurde gelobt, weil sie komplexe Vorschriften verständlich vermittelte.
Das Rechtsfahrgebot trägt zu einem flüssigeren Verkehrsfluss bei und reduziert Unfälle. Verstöße wie das Blockieren der Mittelspur oder illegales Rechtsüberholen werden mit Bußgeldern und Punkten bestraft. Behörden setzen weiterhin auf Aufklärung neben Kontrollen, um die Verkehrssicherheit zu verbessern.






