Robin Mesarosch will SPD Baden-Württemberg nach Wahldebakel neu aufstellen
Abraham HermighausenSPD-Politiker Mesarosch wird nach Eklat Landeschef - Robin Mesarosch will SPD Baden-Württemberg nach Wahldebakel neu aufstellen
Robin Mesarosch, ehemaliger Bundestagsabgeordneter, hat seine Kandidatur für den Vorsitz der SPD Baden-Württemberg bekannt gegeben. Seine Bewerbung erfolgt nach dem enttäuschenden Abschneiden der Partei bei der jüngsten Landtagswahl. Der 32-Jährige aus Sigmaringen ist der erste Bewerber im Rennen um den Landesvorsitz.
Mesaroschs politische Laufbahn begann in seiner Heimatstadt, wo er als SPD-Kreisvorsitzender im eher konservativ geprägten Sigmaringen wirkte. Unter seiner Führung erzielte der Ortsverband eines der besten Erststimmenergebnisse Deutschlands und verzeichnete das höchste relative Mitgliedswachstum in Baden-Württemberg. Diese Erfolge ebneten ihm 2021 den Weg in den Bundestag, dem er bis 2025 angehörte.
Sein Wahlkampf für den Landesvorsitz konzentriert sich auf drei zentrale Punkte: die inhaltliche Schärfung der Parteipolitik, mehr Mitspracherechte für die Mitglieder und eine bessere Kommunikation. Anders als viele in der SPD hat er sich eine starke Online-Präsenz aufgebaut – mit 121.000 Followern auf Instagram übertrifft er damit sogar die aktuellen Parteivorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas.
Mesaroschs Kandidatur markiert einen Richtungswechsel für die Landes-SPD, die seit der Wahlniederlage um neuen Schwung ringt. Als erster Bewerber im Rennen könnte sein Ansatz die künftige Ausrichtung der Partei prägen.
Falls gewählt, würde Mesarosch eine Partei übernehmen, die dringend Erneuerung braucht. Sein Fokus auf Mitgliederbeteiligung und digitale Strategien spiegelt den Willen wider, die SPD zu modernisieren. Die Entscheidung über den neuen Landesvorsitz soll in den kommenden Monaten fallen.






