Revolutionärer 3D-Drucker mit Lasertechnik beschleunigt Automobil-Prototypen in Stuttgart
Hellmut RudolphRevolutionärer 3D-Drucker mit Lasertechnik beschleunigt Automobil-Prototypen in Stuttgart
Neuer 3D-Drucker mit Hochleistungs-Lasertechnik in Stuttgart im Einsatz
Am Forschungscampus Arena2036 in Stuttgart ist ein neuartiger 3D-Drucker in Betrieb genommen worden, der mit zwei Hochleistungs-Faserlasern arbeitet. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) testen das System, um die Herstellung von Kunststoffbauteilen für die Automobilindustrie zu beschleunigen. Ziel der Technologie ist es, die Entwicklungszeit von mehreren Monaten auf nur wenige Wochen zu verkürzen – bei gleichzeitig höherer Präzision und Qualität.
Der Drucker verarbeitet ein Pulver aus Polypropylen, das mit feinen Glaspartikeln angereichert ist. Diese Mischung verleiht den fertigen Bauteilen eine höhere Steifigkeit und Langlebigkeit. Ein zentrales Merkmal sind die beiden Faserlaser, die präziser fokussieren und schneller arbeiten als herkömmliche Systeme.
Für maximale Genauigkeit ist die Maschine mit einem Sensor ausgestattet, der den Druckvorgang in Echtzeit überwacht. Er erfasst reflektierte Signale und ermöglicht so sofortige Korrekturen, falls erforderlich. Bisher wird der 3D-Druck vor allem für Prototypen genutzt, während funktionelle Bauteile für Vorserienfahrzeuge meist im Spritzgussverfahren gefertigt werden.
Mit der neuen Methode ließe sich die Produktionszeit von bis zu sechs Monaten auf nur zwei bis drei Wochen reduzieren. Entwickler hätten dadurch mehr Spielraum, um Komponenten weiter zu optimieren oder schneller auf den Markt zu bringen. Für die Großserienfertigung bleibt das klassische Spritzgusswerkzeug jedoch die kostengünstigste Lösung.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die schnellere und kostengünstigere Herstellung von Automobil-Kunststoffteilen – ohne Kompromisse bei der Qualität. Bei Erfolg könnte die Technologie die Art und Weise verändern, wie Hersteller neue Bauteile entwickeln und testen. Der Drucker ist bereits am Stuttgarter Forschungscampus Arena2036 einsatzbereit.






