Porsche bricht 2025 dramatisch ein: Gewinne stürzen um 93 Prozent ab
Abraham HermighausenPorsche bricht 2025 dramatisch ein: Gewinne stürzen um 93 Prozent ab
Porsche verzeichnete 2025 einen deutlichen Rückgang der finanziellen Leistung. Der Umsatz des Unternehmens sank auf 36,27 Milliarden Euro – nach 40,08 Milliarden Euro im Vorjahr. Auch die Gewinne brachen dramatisch ein: Der operative Gewinn schrumpfte von 5,64 Milliarden Euro auf nur noch 413 Millionen Euro.
Der Sportwagenhersteller lieferte 2025 insgesamt 279.449 Fahrzeuge aus, ein Rückgang um 10,1 Prozent im Vergleich zu 2024. Dennoch stieg der Anteil voll-elektrischer Fahrzeuge (BEV) auf 22,2 Prozent – nach 12,7 Prozent im Vorjahr. Doch der Umstieg auf Elektromodelle konnte die allgemeinen finanziellen Schwierigkeiten nicht ausgleichen.
Porsche verbuchte außerordentliche Belastungen in Höhe von 3,9 Milliarden Euro, darunter 2,4 Milliarden Euro für Umstrukturierungen und die Anpassung der Produktstrategie. Diese Kosten trugen maßgeblich zum starken Profitabilitätsrückgang bei: Die operative Umsatzrendite fiel von 14,1 auf nur noch 1,1 Prozent. Auch die EBITDA-Marge im Autogeschäft sank – von 22,7 Prozent im Jahr 2024 auf 13,3 Prozent 2025.
Die Marktposition des Unternehmens schwächte sich ab, insbesondere in China, wo Porsche im Luxussegment an Boden verlor. Zwar erzielte das Land noch immer ein Sechstel des Gesamtumsatzes, doch die zögerliche Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und Sparmaßnahmen belasteten die Performance. Gleichzeitig gewannen Wettbewerber wie BMW global Marktanteile und überholten Porsche in Schlüsselregionen wie Europa und den USA.
Für 2026 erwartet Porsche eine Erholung. Das Unternehmen prognostiziert eine operative Umsatzrendite zwischen 5,5 und 7,5 Prozent sowie einen Umsatz von etwa 35 bis 36 Milliarden Euro.
Die Ergebnisse für 2025 spiegeln erhebliche finanzielle Herausforderungen wider, getrieben von Umstrukturierungskosten und einem sich wandelnden Marktumfeld. Porsche strebt nun an, 2026 mit verbesserter Profitabilität und stabilisierten Umsätzen zurückzukehren. Aufgrund des starken Gewinnrückgangs wurden keine Boni an die Führungskräfte ausgezahlt.