Pentz will tägliche Spritpreis-Anpassung nach österreichischem Vorbild durchsetzen
Jovan JohannPentz will tägliche Spritpreis-Anpassung nach österreichischem Vorbild durchsetzen
Staatsminister Manfred Pentz setzt sich für strengere Regeln bei der Spritpreisgestaltung ein, um Autofahrer vor plötzlichen Kostensprüngen zu schützen. Sein Vorschlag sieht nur eine tägliche Preisanpassung vor – angelehnt an das österreichische Modell –, um mehr Stabilität und Transparenz auf dem Markt zu schaffen. Pentz argumentiert, dass solche Änderungen die Verbraucherängste verringern würden, selbst wenn sie nicht sofort zu niedrigeren Preisen an der Zapfsäule führten.
Die Initiative entstand in Baden-Württemberg und wird von Hessen unterstützt. Ziel ist es, Verbraucher vor unvorhersehbaren Preisschwankungen zu bewahren. Pentz kritisierte das aktuelle System, bei dem Tankstellen ständig ihre Preise ändern und das Tanken so zu einer Lotterie machen. Kurzfristige Lösungen wie Spritrabatte oder Preisdeckel lehnte er ab – sie würden Milliarden verschlingen, ohne das Problem nachhaltig zu lösen.
Stattdessen fordert Pentz vom Bundeskartellamt eine engere Marktüberwachung, um unfaire Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern. Sein Plan begrenzt Preisaktualisierungen auf einmal täglich, was Schwankungen leichter nachvollziehbar macht. Der Vorstoß folgt auf jüngste Turbulenzen: Der Dieselpreis stieg von etwa 1,55 Euro pro Liter Ende Februar auf 1,954 Euro Mitte März. Superbenzin verteuerte sich ähnlich – von 1,499 auf 1,744 Euro –, was die Inflation im Februar um etwa 0,4 Punkte auf 2,2 Prozent trieb.
Als Reaktion kündigte die Bundesregierung am 13. März an, Preiserhöhungen auf maximal drei pro Woche zu begrenzen. Zudem sollen Ölreserven freigegeben werden, um den Marktdruck zu verringern.
Die neuen Regeln sollen für Autofahrer einen berechenbareren Spritmarkt schaffen. Zwar garantiert Pentz' Vorschlag keine günstigeren Preise, doch er zielt darauf ab, plötzliche Preisschocks zu mildern und die Transparenz zu erhöhen. Die jüngsten Maßnahmen der Regierung – von Preisobergrenzen bis zur Freigabe von Reserven – zeigen die anhaltenden Bemühungen, die Kosten in Zeiten globaler Unsicherheit zu stabilisieren.