23 March 2026, 04:10

Neues Schutzglas Exos revolutioniert Solarzellen für Satellitenmissionen

Gebäude mit Glasfenstern und -tür, Außenschilder, Dachsolarpanel, umliegende Pflanzen und Bäume, bewölkter Himmel.

Neues Schutzglas Exos revolutioniert Solarzellen für Satellitenmissionen

Schott und Azur Space Solar Power entwickeln neues Schutzglas für Satellitensolarzellen

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Schott hat sich mit der Azur Space Solar Power GmbH zusammengeschlossen, um ein innovatives Schutzglas für Solarzellen in Satelliten zu entwickeln. Das unter dem Namen Exos vorgestellte Hochleistungsmaterial soll die Haltbarkeit und Effizienz von Solarpaneelen im Weltraum deutlich verbessern. Gleichzeitig stärkt die Zusammenarbeit die europäische Lieferkette für raumfahrttaugliche Komponenten und macht sie unabhängiger.

Exos ist speziell auf die anspruchsvollen Bedingungen moderner Satellitenmissionen ausgelegt. Dank einer mit Cer dotierten Zusammensetzung absorbiert das Glas schädliche UV-Strahlung, ohne dabei an optischer Klarheit einzubüßen. Durch die Anpassung der Glasdicke lässt sich der UV-Schutz präzise steuern – so werden Klebstoffe und andere Materialien vor vorzeitigem Zerfall geschützt.

Erste Tests und Validierungen führte Azur Space durch, unterstützt von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Aktuell durchläuft das Glas das Zertifizierungsverfahren nach den Standards der European Cooperation for Space Standardization (ECSS). Nach erfolgreicher Qualifikation steht es für den Einsatz in staatlichen und kommerziellen Satelliten bereit.

Das Material ist kompatibel mit III-V-Mehrfachsolarzellen, die häufig in Missionen im niedrigen Erdorbit (LEO), mittleren Erdorbit (MEO) und geostationären Orbit (GEO) zum Einsatz kommen. Zudem eignet es sich für herkömmliche Siliziumzellen, was es vielseitig für verschiedene Satellitendesigns macht. Dank seiner Skalierbarkeit und individuell anpassbaren Dicke lässt es sich flexibel an unterschiedliche Missionsanforderungen anpassen – von Kommunikationsnetzwerken bis zur Erdbeobachtung.

Da Satelliten für ihre kritischen Funktionen stark auf Solarenergie angewiesen sind, trägt Exos maßgeblich zur Effizienzsicherung bei: Es schützt die Solarzellen vor den extremen Bedingungen im All und garantiert so auch nach langfristiger Strahlenbelastung eine zuverlässige Leistung.

Das neue Exos-Glas soll die Lebensdauer und Effizienz von Solarpaneelen in Satelliten deutlich steigern. Mit der laufenden Qualifikation und dem Fokus auf europäische Produktion könnte es sich bald als Standardlösung für zukünftige Weltraummissionen etablieren. Die Technologie unterstützt ein breites Anwendungsspektrum – von der wissenschaftlichen Forschung bis hin zu globalen Kommunikationsnetzwerken.

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