Neuer Film rollt den ungelösten Kiesewetter-Mord erneut auf – mit brisanten Details
Hellmut RudolphNeuer Film rollt den ungelösten Kiesewetter-Mord erneut auf – mit brisanten Details
Ein neuer Film beleuchtet einen der berüchtigtsten ungelösten Kriminalfälle Deutschlands – den Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter im Jahr 2007. Unter der Regie von Dustin Loose und produziert von Gabriela Sperl rollt "Die Nichte des Polizisten" den Fall mit neuen Details und offenen Fragen erneut auf.
Der Film beginnt mit einer Rekonstruktion des Anschlags am 25. April 2007: Zwei unbekannte Täter überfallen Kiesewetter, damals 22 Jahre alt, und ihren Kollegen Martin A. in Heilbronn und schießen beiden aus nächster Nähe in den Kopf. Die Handlung springt zurück zu Kiesewetters Anfängen in einer Spezialeinheit der baden-württembergischen Polizei.
Durch ihre Einsätze in verdeckten Operationen deckt der Film Verbindungen zwischen kriminellen Netzwerken und einzelnen Beamten auf. Ein Schlüsselmoment deutet darauf hin, dass Kiesewetter ihren Mörder erkannte – sie begrüßt ihn freundlich, bevor der Angriff beginnt. Offiziell wird die Tat der rechtsterroristischen NSU-Gruppe angelastet, doch die Aufklärung bleibt umstritten.
Die Schlusssequenz wird von einer Instrumentalversion von L'Amour Toujours von Gigi D'Agostino untermalt – ein Titel, der einst von Rechtsextremen als Demonstrationshymne vereinnahmt wurde und dem ungelösten Rätsel eine beklemmende Note verleiht.
Kiesewetters Mord zählt zu den schockierendsten unaufgeklärten Verbrechen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Film präsentiert neue Perspektiven, doch die zentrale Frage bleibt: Wer tötete sie – und warum? Der Fall beschäftigt Ermittler und Öffentlichkeit bis heute.






