Maulkorb-Streit im Regionalzug eskaliert: Zugbegleiter nach Attacke verletzt
Marliese MülichenMaulkorb-Streit im Regionalzug eskaliert: Zugbegleiter nach Attacke verletzt
Gewalttätiger Zwischenfall in Regionalzug bei Plochingen: Zugbegleiter nach Streit um Maulkorbpflicht verletzt
Ein gewaltsamer Vorfall in einem Zug in der Nähe von Plochingen hat am Freitagabend einen Zugbegleiter verletzt, nachdem es zu einem Streit über das Tragen eines Maulkorbs bei einem Hund gekommen war. Die Attacke ereignete sich in einem Regionalexpress in Richtung Stuttgart. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Körperverletzung.
Der Streit eskalierte, als der Zugbegleiter einen Fahrgast auf die Regel der Deutschen Bahn hinwies, wonach Hunde in Zügen einen Maulkorb tragen müssen. Der Mann, der als etwa 1,90 Meter groß, kräftig gebaut, mit kurzen Haaren und vollem Bart beschrieben wird, reagierte mit Beschimpfungen und Drohungen. Anschließend schlug er den Bahnmitarbeiter auf die Hand, bevor er mit seinem Pitbull flüchtete.
In den vergangenen zwei Jahren hat die Deutsche Bahn die Kontrollen von Hunden ohne Maulkorb verstärkt und unter dem Motto "Hunde mit Maulkorb – für Ihre und unsere Sicherheit" eine Aufklärungskampagne gestartet. Gemeinsam mit den Bahnbehörden wurden zudem Bußgelder von bis zu 60 Euro für Verstöße vereinheitlicht. Zwar gab es keine neuen gesetzlichen Vorgaben, doch der Bahnkonzern wirbt weiterhin für die Einhaltung der bestehenden Bestimmungen.
Der Täter ist nach wie vor auf der Flucht; in welche Richtung er sich absetzte, ist unbekannt. Die Ermittler haben bisher keine weiteren Angaben zu seiner Identität oder zum Verbleib des Hundes gemacht.
Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen rund um die Haustierregelungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Deutsche Bahn setzt auf strengere Kontrollen und Sensibilisierungskampagnen, um die Maulkorbpflicht durchzusetzen. Die Bundespolizei wertet nun Beweismaterial aus, um das weitere Vorgehen in den Ermittlungen festzulegen.






