03 April 2026, 12:15

Mainz startet mit Ticketpflicht und Traditionen in die neue Faschingsaison

Eine Menschenmenge steht vor einer hell erleuchteten Karussellfahrt bei Nacht, mit Gebäuden und Bäumen im Hintergrund und Feuerwerk am Himmel.

Mainz startet mit Ticketpflicht und Traditionen in die neue Faschingsaison

Mainz startet mit Tradition und neuen Regeln in die Faschingsaison

Um 11:11 Uhr am 11. November strömten 9.000 Narren auf den Schillerplatz – erstmals mit ticketpflichtigem Zutritt. Bei der Eröffnungsfeier mit Reden und Darbietungen herrschte eine ausgelassene, aber weitgehend geordnete Stimmung.

Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) hatte die Besucherzahl auf dem Schillerplatz erstmals streng auf 9.000 Personen begrenzt. Zwei Vertreter der Garden verkündeten vom Balkon des Osteiner Hofs aus die "11 Artikel des Narrengrundgesetzes" – eine alte Tradition. Doch der Zugang zum Balkon selbst war nur einer Handvoll Journalisten vorbehalten, was bei vielen Zuschauern auf Unverständnis stieß.

Bürgermeister Nino Haase eröffnete offiziell die Kampagne mit einem fröhlichen "Helau für Mainz" und begrüßte die versammelten Fans. Die Mainzer Hofsänger betraten anschließend die Bühne und feierten mit ihrem Auftritt ihr 100-jähriges Jubiläum. Zwischen den Feierlichkeiten skandierte ein einzelner Demonstrant "Fastnacht für alle!".

Die Polizei war mit starkem Aufgebot präsent und registrierte im Laufe des Tages zehn Straftaten. In einem Fall wurden ein verbotenes Langschwert und eine Attrappe einer Schusswaffe beschlagnahmt – ein Verstoß gegen das Messerverbot auf dem Schillerplatz. Trotz vereinzelter Spannungen beschrieben die Beamten die Stimmung insgesamt als ausgelassen, aber friedlich.

Abseits des Platzes blieb die Innenstadt spürbar leerer als in den Vorjahren. Die Enttäuschung unter den Jecken wuchs, als der Südwestrundfunk (SWR) den ganzen Tag über keine Fastnachtsberichterstattung ausstrahlte und viele Fans so ohne Live-Übertragung blieben.

Die Veranstaltung endete ohne größere Zwischenfälle, doch das Ticket-System und die eingeschränkte Balkonzugangspraxis sorgten für Kritik. Die Polizei verzeichnete zehn Ordnungswidrigkeiten, darunter einen Waffenverstoß, während die Organisatoren die Teilnehmerzahl auf 9.000 begrenzten. Stadtweit fiel die Beteiligung geringer aus als in früheren Jahren, und die fehlenden SWR-Übertragungen ließen manche Fans unzufrieden zurück.

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