03 April 2026, 20:12

Ludwigsburg bremst Straßenbahn-Ausbau wegen leerer Kassen drastisch aus

Schwarz-weiß-Karte einer Stadt mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes S-Bahn-Projekt" auf der linken Seite, zeigt Straßen, Autobahnen und andere Merkmale.

Ludwigsburg bremst Straßenbahn-Ausbau wegen leerer Kassen drastisch aus

Ludwigsburg schränkt seine Straßenbahnpläne wegen finanzieller Zwänge deutlich ein. Die Stadt bleibt zwar dem Vorhaben treu, die Strecke Markgröningen–Möglingen–Ludwigsburg zu reaktivieren, setzt andere Zweige des Projekts jedoch für mindestens ein Jahrzehnt aus. Die Anpassungen konzentrieren sich nun auf Bezahlbarkeit und Barrierefreiheit am zentralen Bahnhof.

Das ursprüngliche Straßenbahnprojekt ist unter den aktuellen Haushaltsbedingungen nicht mehr finanzierbar. Daher wird die Stadt die meisten geplanten Erweiterungen nicht weiterverfolgen und diese für zehn Jahre auf Eis legen. Lediglich die SSB-Strecke von Pattonville nach Remseck-Aldingen könnte noch realisiert werden – vorausgesetzt, die notwendigen Mittel stehen weiterhin zur Verfügung.

Die reaktivierte Linie Markgröningen–Möglingen–Ludwigsburg wird am Ludwigsburger Hauptbahnhof enden. Ein neuer Bahnsteig (Gleis 7) in der Nähe des Kepler-Areals könnte als Endhaltestelle dienen und so eine vollständige Barrierefreiheit gewährleisten. Die Stadt pocht auf ein Design, das hohe Taktfrequenzen ermöglicht und Züge mit einer Länge von 80 Metern aufnehmen kann.

Erste Verbesserungen werden sich auf die Gleise 5 und 6 konzentrieren, um vorläufige Zugangsvorteile zu schaffen. Die ursprünglich vorgesehene Trassenführung über die Talallee, Kurfürststraße und Martin-Luther-Straße wurde jedoch als undurchführbar eingestuft. Der Stadtrat wird seine Beschlüsse durchsetzen, indem er die Vertreter anweist, entsprechend abzustimmen und die erforderlichen Anträge einzureichen.

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Ludwigsburg bleibt zwar Mitglied im Stadtbahn-Zweckverband, wird sich aber für Projektanpassungen einsetzen, die mit den finanziellen und betrieblichen Prioritäten der Stadt vereinbar sind. Der überarbeitete Plan setzt auf die Kernverbindungen der Straßenbahn und verschiebt weniger dringende Erweiterungen. Barrierefreiheit und Kapazitäten am Ludwigsburger Bahnhof bleiben zentrale Ziele. Weitere Schritte hängen von der Verfügbarkeit der Mittel und der Einhaltung der Ratsbeschlüsse ab.

Quelle