21 March 2026, 00:16

Lörrachs Haushalt 2026: Keine neuen Schulden, aber weiterhin Defizit

Schwarz-weißes Bild eines Gebäudes auf der rechten Seite mit Menschen, die auf der Straße davor gehen, und Text auf der linken Seite, der "Alterung der Bevölkerung und die Stabilisierungsrolle der Fiskalpolitik" liest.

Lörrachs Haushalt 2026: Keine neuen Schulden, aber weiterhin Defizit

Die Stadt Lörrach hat den Entwurf für ihren Haushalt 2026 vorgestellt. Die Verantwortlichen verweisen auf eine leichte Verbesserung der Finanzlage, doch die Gesamtlage bleibt angespannt. Der Plan setzt auf strikte Ausgabenkontrollen und verzichtet auf die Aufnahme neuer Schulden.

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In den vergangenen fünf Jahren hatte Lörrach mit steigenden Kosten zu kämpfen, insbesondere durch höhere Kreisumlagen. Diese stiegen von 285 Euro pro Einwohner im Jahr 2021 auf 412 Euro im Jahr 2025 – getrieben durch wachsende Sozialausgaben im Landkreis Waldshut. Auch benachbarte Kommunen wie Weil am Rhein, Schopfheim und Rheinfelden verzeichneten ähnliche deutliche Anstiege.

Der Haushalt 2026 sieht eine Reduzierung der Kernschulden auf voraussichtlich 14,11 Millionen Euro bis Jahresende vor. Investitionen in Höhe von 11,23 Millionen Euro sind geplant, die ohne neue Kreditaufnahme finanziert werden sollen. Die geringe Entlastung ergibt sich aus höheren Steuereinnahmen, einmaligen Landeszuweisungen und internen Einsparungen.

Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen. Das ordentliche Ergebnis wird mit minus 5,85 Millionen Euro prognostiziert – der Haushalt bleibt damit defizitär. Steigende Umlagen und erhöhte Zuschüsse für externe Kinderbetreuungseinrichtungen belasten die Finanzen zusätzlich. Ab 2027 rechnet die Stadt mit größeren Defiziten, schrumpfenden Rücklagen und wachsendem Finanzierungsdruck.

Bürgermeister Jörg Lutz betont, dass nachhaltige Stabilität nur durch kontinuierliche Einsparungen, klare Priorisierungen und verlässliche Unterstützung von Land und Bund erreicht werden könne. Die Verwaltung warnt, dass die Konsolidierungsbemühungen ohne Ausnahme fortgesetzt werden müssten.

Der Haushalt 2026 kommt zwar ohne neue Schulden aus, weist aber weiterhin ein Defizit auf. Investitionen werden nur nach strenger Priorisierung umgesetzt. Ohne weitere Einsparungen und externe finanzielle Hilfen dürften sich die langfristigen Finanzprobleme der Stadt verschärfen.

Quelle