Kopf-an-Kopf-Rennen in Rastatt: CDU siegt knapp gegen AfD bei Kreistagswahl
Hellmut RudolphKopf-an-Kopf-Rennen in Rastatt: CDU siegt knapp gegen AfD bei Kreistagswahl
Landtagswahl im Kreis Rastatt: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und AfD
Die Kreistagswahl in Rastatt hat ein enges Rennen zwischen CDU und AfD gebracht – beide Parteien liegen bei den Direktmandaten fast gleichauf. Dr. Alexander Becker (CDU) setzte sich mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,7 Prozentpunkten gegen Philipp Helber (AfD) durch. Bei den Verhältniswahlstimmen ging die AfD hingegen als stärkste Kraft hervor und löste damit die Grünen als führende Partei im Kreis ab.
Dr. Alexander Becker (CDU) gewann das Direktmandat mit 30,8 % der Erststimmen. Philipp Helber (AfD) folgte knapp dahinter mit 30,1 %, was den Wahlkampf zu einem außergewöhnlich knappen Duell machte. Thomas Hentschel (Grüne) erreichte mit 17,4 % den dritten Platz, während Jonas Weber (SPD) auf 12,5 % kam. Weiter hinten landeten Lisa Schrempp (Linke) mit 4,2 %, Petra Zink (FDP) mit 3,2 % und Niko Metzler (Volt) mit 1,9 %.
Bei den Verhältniswahlstimmen führte die AfD mit 29,7 % – ein deutlicher Zuwachs von 12,8 Punkten seit 2021. Die CDU folgte mit 27,2 %, während die Grünen nach ihrem Spitzenwert von 30,3 % im Jahr 2021 auf 22,6 % fielen. Die SPD verzeichnete den größten Verlust und stürzte um 7,4 Punkte auf 6,9 % ab. Die Linke kam auf 3,8 %, die FDP auf 3,1 % und die Freien Wähler auf 2,1 %.
Die Wahlbeteiligung stieg auf 56,8 % (2021: 49,02 %). Oberbürgermeisterin Monika Müller lobte die gestiegene Beteiligung und dankte den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern für ihren Einsatz. Die offizielle Feststellung der Ergebnisse durch den Kreiswahlausschuss erfolgt am 12. März um 15:30 Uhr.
Die Wahl markiert einen Wandel in der politischen Landschaft Rastatts: Die AfD löst die Grünen als stärkste Kraft ab. Die Koalition aus CDU und Grünen kommt gemeinsam auf 49,7 % – fast identisch mit dem Ergebnis von 2021. Während die SPD massive Verluste hinnehmen musste, profitierte die AfD von den Verschiebungen in der Wählergunst.