Kölner Künstler scheitert mit Weltrekord: Das Bierdeckel-Haus stürzt ein
Abraham HermighausenKölner Künstler scheitert mit Weltrekord: Das Bierdeckel-Haus stürzt ein
Ein ehrgeiziges Projekt endet im Einsturz: Kölner Künstler scheitert mit dem "größten Bierdeckel-Haus der Welt"
Der Versuch eines Kölner Künstlers, das größte begehbare Bierdeckel-Haus der Welt zu bauen, endete im vergangenen Dezember jäh im Chaos. Benjamin Klapper hatte im Rhein-Center 80.000 Bierdeckel zu einem Turm aufgestapelt – mit dem Ziel, einen Weltrekord aufzustellen. Doch nur zwei Tage vor der Fertigstellung stürzte die fragile Konstruktion zusammen.
Über 120 Stunden hatte Klapper akribisch an seinem Deckel-Bauwerk gearbeitet. Eigentlich sollte das Projekt mit einem symbolischen Abbau enden, als Abschluss seiner Kunstinstallation. Stattdessen brachen die meterhohen Wände am 10. Dezember 2023 in sich zusammen.
Den Moment des Einsturzes hielt der Künstler auf Video fest. Obwohl das Scheitern kurz vor dem Ziel kam, nahm er es gelassen hin – ein solches Ende, so gab er zu, sei stets möglich gewesen. Mittlerweile entdeckt er in den Trümmern eine unerwartete Schönheit: die schroffen Kanten, die unvollendete Form. Für ihn ist das der künstlerische Silbersstreif am Horizont.
Die Überreste des Bierdeckel-Hauses bleiben bis Januar im Rhein-Center ausgestellt. Klapper, trotz der Enttäuschung, sieht auch einen Vorteil: mehr Zeit für seine Familie.
Aus dem gescheiterten Rekordversuch ist eine temporäre Ausstellung der eingestürzten Konstruktion geworden. Besucher können die "Ruinen" noch bis Anfang nächsten Jahres besichtigen. Für Klapper bringt das abrupte Ende des Projekts nicht nur künstlerische Reflexion, sondern auch unerwartet mehr Familienzeit.