24 April 2026, 12:11

KI bringt Amy Winehouse und Elvis zurück – doch die Show spaltet die Fans

Eine Frau singt in ein Mikrofon auf der Bühne, während ein Mann im Hintergrund Gitarre spielt und Deckenlampen die lebendige Kulisse beleuchten.

KI bringt Amy Winehouse und Elvis zurück – doch die Show spaltet die Fans

Umstrittene neue Unterhaltungsshow: KI bringt verstorbene Musiklegenden auf die Bühne

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Ende dieses Monats startet im deutschen Fernsehen eine umstrittene neue Unterhaltungsshow. "Staying Alive" präsentiert Duette zwischen lebenden Künstlern und KI-generierten Versionen verstorbener Musikikonen. Die Sendung ist Teil einer größeren Offensive der Mediengruppe ProSiebenSat.1, um Quoten und finanzielle Lage zu verbessern.

Die erste Folge wird am 25. April ausgestrahlt und zeigt digitale Wiederbelebungen von Elvis Presley, Whitney Houston und Freddie Mercury. Doch besonders die KI-gestützte Rückkehr der verstorbenen Stars – allen voran Amy Winehouse – hat bereits ethische Debatten ausgelöst.

Produziert wird die Show von Endemol Shine, dem Unternehmen hinter Reality-Hits wie "Promis unter Palmen", "Daniela Katzenberger" und "Big Brother". Für "Staying Alive" nutzte das Team KI, um die Gesichter der verstorbenen Künstler digital so zu verändern, dass sie auf der Bühne lebensecht wirken. Zudem wurden die Stimmen der virtuellen Performern bearbeitet, um sie möglichst originalgetreu klingen zu lassen.

In einer separaten ProSieben-Produktion mit dem Titel "Fiebertraum" ("Fieberwahn") tritt der deutsche Popstar Sasha in einem Duett mit einer KI-generierten Amy Winehouse auf. Die Entscheidung, die 2011 verstorbene Sängerin digital wiederzubeleben, stößt bei Fans und Kommentatoren auf Kritik – viele hinterfragen die Ethik postumer KI-Auftritte.

Das Projekt kommt zu einer Zeit, in der ProSiebenSat.1 um die Stabilisierung des Unternehmens ringt. Erst im vergangenen Jahr kündigte der Medienkonzern drastische Sparmaßnahmen an, darunter den Abbau von über 400 Arbeitsplätzen. "Staying Alive" gilt als riskanter Versuch, Zuschauer zurückzugewinnen und weitere Entlassungen zu verhindern.

Die Premiere wird zeigen, wie das Publikum auf KI-gestützte Nostalgie reagiert. Bei Erfolg könnte das Format zum Vorbild für zukünftige Produktionen werden, die Live-Auftritte mit digitaler "Auferstehung" verbinden. Für ProSiebenSat.1 steht dabei viel auf dem Spiel: Die Show soll helfen, den Abwärtstrend zu stoppen.

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