Trumpf investiert 30 Millionen Euro in Festkörperlaser-Produktion in Schramberg
Jovan JohannTrumpf investiert 30 Millionen Euro in Festkörperlaser-Produktion in Schramberg
Trumpf baut seine Forschungs- und Produktionskapazitäten für Festkörperlaser in Schramberg aus. Das Unternehmen plant, rund 30 Millionen Euro in neue Anlagen am Standort zu investieren. Schramberg gilt bereits als Geburtsort der deutschen Laserindustrie und als führend in der Festkörpertechnologie.
Zu der Erweiterung gehört ein neues Produktionsgebäude mit 12.000 Quadratmetern Fläche, wodurch sich die verfügbare Fläche am Standort Schramberg nahezu verdoppelt. Zudem wird das Entwicklungszentrum durch den Anbau eines dritten Stockwerks um weitere 1.800 Quadratmeter erweitert.
Die neuen Anlagen sollen bis Ende 2017 in Betrieb genommen werden. Festkörperlaser gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie im Vergleich zu CO₂-Lasern eine höhere Effizienz aufweisen und geringere Energiekosten verursachen. Ihr Licht lässt sich zudem über flexible Glasfasern übertragen, was ihren Einsatz in Produktionslinien erleichtert.
Die Nachfrage nach diesen Lasern steigt, insbesondere in der Mikrobearbeitung sowie in Hochleistungsbranchen wie der Automobil- und Schiffsbauindustrie. Im aktuellen Geschäftsjahr hat Trumpf bereits 60 Prozent seiner Schneidmaschinen mit Festkörperlasern ausgestattet – ein Anteil, der im kommenden Jahr auf 70 Prozent steigen soll.
Peter Leibinger, Leiter der Lasertechnik bei Trumpf, betont, dass der Trend hin zu Festkörperlasern in der industriellen Fertigung ungebrochen ist. Die Investitionen werden Trumpfs Kapazitäten zur Deckung der wachsenden Nachfrage nach Festkörperlasern stärken. Gleichzeitig festigt der Ausbau Schrambergs Position als zentraler Standort für Laserinnovationen. Die Erweiterung ist Teil eines größeren Trends zu effizienterer und flexiblerer Lasertechnologie in der Industrie.






