24 March 2026, 04:09

Kai Wegner fordert radikale Reform des deutschen Föderalismus – "System ist überholt"

Detailierte Stadtplan-Poster von Berlin-Dahlem, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text über die Geschichte, Kultur und Attraktionen der Stadt.

Kai Wegner fordert radikale Reform des deutschen Föderalismus – "System ist überholt"

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner kritisiert das deutsche Föderalismus-System als veraltet

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner hat das deutsche föderale System in zentralen Bereichen als überholt bezeichnet. Er argumentiert, dass die aktuelle Kompetenzverteilung – insbesondere im Bildungsbereich – unnötige Hürden und Ineffizienzen schafft. Seine Vorschläge umfassen weitreichende Reformen sowie die Einsetzung einer neuen Föderalismuskommission, um diese langjährigen Probleme anzugehen.

Wegner verwies auf die Herausforderungen, die sich aus der föderalen Struktur Deutschlands ergeben, in der die Bildungspolitik in der Verantwortung der Länder liegt. Besonders problematisch sei dies für Familien, die zwischen Bundesländern umziehen, da unterschiedliche Schulsysteme zu Inkonsistenzen führten. Die letzte große Reform, die Föderalismusreform I von 2006, verlagerte zwar Zuständigkeiten wie die Besoldung von Beamten auf die Länder, führte aber zu neuen Problemen – so unterzahlte Berlin beispielsweise zwischen 2008 und 2020 Beamte in verfassungswidriger Weise.

Der Bürgermeister forderte einen einheitlichen Rahmen für das Bildungssystem und betonte, dass der Wettbewerb zwischen den Ländern klarere Regeln benötige. Zudem schlug er vor, die Digitalisierung unter die Federführung des Bundes zu stellen, um eine zersplitterte Entwicklung zu vermeiden. Wegner sieht in der anstehenden Bund-Länder-Initiative die Chance für einen grundlegenden Wandel und regt an, Kompetenzen entweder auf Bundesebene oder innerhalb der einzelnen Länder zu bündeln.

Seine Kritik richtet sich auch gegen das Kooperationsverbot, das dem Bund eine Mitwirkung in der Bildungspolitik untersagt und seiner Meinung nach Fortschritte blockiert. Das Thema wird auf der Ministerpräsidentenkonferenz am 4. Dezember 2023 diskutiert, wo mögliche Reformen konkretisiert werden könnten.

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Wegners Vorschläge zielen darauf ab, das föderale System Deutschlands – vor allem in der Bildungs- und Digitalpolitik – effizienter zu gestalten. Sollten die Reformen umgesetzt werden, könnten sie die Unterschiede zwischen den Bundesländern verringern und die Zusammenarbeit verbessern. Die Dezember-Konferenz wird zeigen, ob diese Ideen auf breitere politische Unterstützung stoßen.

Quelle