24 March 2026, 06:12

Baden-Württemberg und Frankreich kämpfen gemeinsam gegen Binnenmarkt-Hürden in der Oberrheinregion

Liniengraph, der den EU-Import (blaue Linie, abnehmend) und den Nicht-EU-Import (rote Linie, zunehmend) im Zeitverlauf auf einem weißen Hintergrund vergleicht.

Baden-Württemberg und Frankreich kämpfen gemeinsam gegen Binnenmarkt-Hürden in der Oberrheinregion

Wirtschaftsvertreter aus Baden-Württemberg und Frankreich trafen sich mit EU-Offiziellen, um Handelshemmnisse im Binnenmarkt abzubauen

Am 17. November 2025 kamen Führungskräfte aus der Wirtschaft Baden-Württembergs und Frankreichs mit Vertretern der EU zusammen, um Hindernisse im europäischen Binnenmarkt zu überwinden. Im Mittelpunkt der Gespräche standen konkrete Herausforderungen, mit denen Unternehmen in der Oberrheinregion konfrontiert sind – einer Zone, in der grenzüberschreitende Aktivitäten oft auf unnötige Bürokratie stoßen. Ein Positionspapier mit zwölf praktischen Vorschlägen wurde vorgelegt, um die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern.

Die Konferenz unter dem Titel "EU-Binnenmarktstrategie – Grenzüberschreitende Hindernisse mit pragmatischen Lösungen entschlossen abbauen" knüpfte an das Strategiepapier der Europäischen Kommission an, das im Mai 2025 veröffentlicht worden war. Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im baden-württembergischen Wirtschaftsministerium, leitete die Gespräche und präsentierte das detaillierte Positionspapier. Darin enthalten: zwölf konkrete Beispiele und Maßnahmenvorschläge zur Vereinfachung des Binnenmarkts, basierend auf Erfahrungen von Großunternehmen wie BASF in Ludwigshafen, dem Energieversorger EnBW in Karlsruhe und dem Logistikunternehmen Contargo in Kehl.

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Sylvia M. Felder, Präsidentin der Regionalregierung Karlsruhe, betonte die Notwendigkeit, die Attraktivität des Oberrheins für Bürger und Unternehmen zu erhalten. Trotz der engen wirtschaftlichen Verflechtung mit Frankreich – fast die Hälfte der Exporte Baden-Württembergs geht in EU-Länder – bereiten grenzüberschreitende Unterschiede in Regelwerken und Logistik den Unternehmen weiterhin Probleme. Die Teilnehmer diskutierten vor allem Alltagsherausforderungen, von regulatorischen Diskrepanzen bis zu Verzögerungen im Warenverkehr, die den Handel über die deutsch-französische Grenze ausbremsen.

Vertreter aus Wirtschaft, Kommunalpolitik und der EU-Kommission erarbeiteten gemeinsam umsetzbare Lösungsansätze. Ziel ist es, die Empfehlungen des Papiers in politische Maßnahmen umzuwandeln, die Handelsströme erleichtern und bürokratische Hürden für Unternehmen an der deutsch-französischen Grenze abbauen.

Die Veranstaltung machte deutlich, wie hartnäckig die Hindernisse in einer der wirtschaftlich wichtigsten Regionen Europas sind. Die Vorschläge Baden-Württembergs liegen nun der EU-Kommission zur Prüfung vor – mögliche Anpassungen der Binnenmarktregeln stehen im Raum. Werden die Änderungen umgesetzt, könnten sie nicht nur Unternehmen am Oberrhein, sondern in ganz Europa entlasten.

Quelle