Jugendkongress am Bodensee: Schüler fordern mehr Nachhaltigkeit in der Region
Hellmut RudolphJugendkongress am Bodensee: Schüler fordern mehr Nachhaltigkeit in der Region
Über 100 Schülerinnen und Schüler sowie 20 Lehrkräfte trafen sich am 4. April 2025 in Friedrichshafen zum Jugendkongress für eine nachhaltige Bodensee-Region
Die vom Internationalen Bodenseerat (IBK) organisierte Veranstaltung brachte junge Menschen aus drei Ländern zusammen, um ihre Ideen mit Politikerinnen, Politikern und Fachleuten auszutauschen.
Im Rahmen des Kongresses präsentierten 13 Schulen aus der Schweiz, Bayern und Baden-Württemberg Projekte zum Thema „Eine lebenswerte Bodensee-Region“. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten mit Verantwortungsträgern wie Sandra Boser, Staatssekretärin im baden-württembergischen Kultusministerium, über Herausforderungen der Nachhaltigkeit und schlagen Lösungsansätze vor – von Klimabildung an Schulen bis hin zu mehr Bio-Lebensmitteln in Mensen.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Schlüssel Klaus Tappeser, Präsident des Regionalverbands Tübingen, betonte die Bedeutung der länderübergreifenden Zusammenarbeit, insbesondere angesichts steigender globaler Handelsspannungen. Denise Neuweiler, Bildungsdirektorin des Kantons Thurgau, lobte die Veranstaltung als wichtige Plattform für junge Stimmen. Politikerinnen und Politiker gingen offen auf die Anliegen der Jugendlichen ein – ein Format, das die Bildungsarbeitsgruppe des IBK später als „vollständigen Erfolg“ bezeichnete.
Zu den Teilnehmenden zählte auch Luca Wilhelm Prayon, der gemeinsam mit Boser und Neuweiler über jugendgeführte Initiativen sprach. Im Mittelpunkt standen konkrete Maßnahmen wie die Verankerung von Klimathematik im Lehrplan oder die Neuausrichtung der Schulverpflegung.
Politische Unterstützung für Schülerprojekte Der Jugendkongress endete mit klarer Rückendeckung der Politik für die Vorschläge der Jugendlichen. Die Bildungsarbeitsgruppe des IBK hob hervor, wie gelungen der Dialog zwischen jungen Menschen und regionalen Entscheidungsträgern war. Nun werden Umsetzungspläne für ausgewählte Ideen – etwa Klimabildung oder nachhaltige Mensenkonzepte – geprüft.






