Hunderte demonstrieren in Reutlingen für Frieden, Bargeld und freie Medien
Abraham HermighausenHunderte demonstrieren in Reutlingen für Frieden, Bargeld und freie Medien
Rund 300 Menschen zogen am Samstag durch Reutlingen, um für Frieden, Freiheit und die Erhaltung von Bargeld zu demonstrieren. Die von Kevin Brügmann organisierte Kundgebung forderte zudem freie Medien und kritisierte die Regierungspolitik. In der Nähe fand eine kleinere Gegenkundgebung mit etwa 70 Teilnehmern statt, wobei die Polizei dafür sorgte, dass beide Gruppen getrennt blieben.
Angeführt wurde die Veranstaltung vom 39-jährigen Kevin Brügmann, der bereits durch frühere Proteste gegen Corona-Maßnahmen und die Initiative Gemeinsam für Deutschland bekannt wurde. Diesmal distanzierten sich die Demonstranten jedoch von dieser Gruppe, nachdem Rechtsextreme an früheren Kundgebungen teilgenommen hatten. Redner bei der Demonstration prangerten an, was sie als politische Heuchelei, Überwachung und gezielte Provokationen bezeichneten.
Die Teilnehmer trugen deutsche und Friedensfahnen und skandierten Parolen für ein "friedliches Europa mit Russland". Unterstützung kam auch aus der Schweiz, wo sich die Gruppe Freiheitstrychler beteiligte und mit Kuhglocken für Lärm sorgte. Gleichzeitig formierte sich eine Gegenkundgebung unter dem Motto buntes Reutlingen, die jüngste Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu Migranten kritisierte.
An der Gegenprotest beteiligten sich Mitglieder der Linken, der SPD, der Grünen, der Initiative Omas gegen rechts sowie der Hilfsorganisation Drei Musketiere. Die Polizei war mit einem starken Aufgebot vor Ort und setzte auch eine berittene Einheit ein, um Auseinandersetzungen zu verhindern. Beide Demonstrationen verliefen ohne direkte Konfrontation, da die Beamten die Gruppen räumlich und zeitlich trennten.
Die Kundgebung endete ohne größere Zwischenfälle, auch wenn die Spannungen zwischen den Lagern bestehen blieben. Die Polizei bestätigte, dass die Trennungsmaßnahmen wie geplant funktionierten. Organisatoren beider Seiten haben bisher keine weiteren unmittelbaren Aktionen angekündigt.






