Herbst-AMK in Heidelberg: GAP-Reform, Bürokratieabbau und Wolfsdebatte im Fokus
Hellmut RudolphHerbst-AMK in Heidelberg: GAP-Reform, Bürokratieabbau und Wolfsdebatte im Fokus
Bundes- und Landesagrarminister treffen sich in Heidelberg zur Herbst-Agrarministerkonferenz (AMK)
Auf der Herbst-Agrarministerkonferenz (AMK) in Heidelberg berieten Bundes- und Landesagrarminister über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027, Bürokratieabbau sowie den Umgang mit Wolfspopulationen im Rahmen des Jagdrechts.
Im Mittelpunkt stand die Ausrichtung der GAP ab 2028. Die Minister betonten die Notwendigkeit einer eigenständigen, gut finanzierten Politik, die vielfältige Betriebsstrukturen in der Landwirtschaft unterstützt. Mecklenburg-Vorpommern lehnte Vorschläge ab, die GAP in einen gemischten Fonds zu überführen oder Deckelungen und Degressivität bei Direktzahlungen einzuführen.
Ein weiteres zentrales Thema war der Abbau von Bürokratie in Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Gefordert wurden schnellere Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel sowie eine Überarbeitung der Wiederherstellungsverordnung. Zudem wurden die Umsetzung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes und weitergehende Umweltschutzmaßnahmen diskutiert.
Bei der Wildtierbewirtschaftung drängten die Minister die Bundesregierung, Gesetzentwürfe vorzulegen, um den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen. Mecklenburg-Vorpommern schlug vor, das Bundesnaturschutzgesetz entsprechend anzupassen, um eine strengere Regulierung der Wolfsbestände zu ermöglichen.
Die Konferenz endete mit klaren Forderungen nach schlankeren Vorschriften und einer an regionalen Bedürfnissen ausgerichteten zukünftigen GAP. Zudem wurde rasches Handeln bei der Wolfsmanagement-Gesetzgebung angemahnt. Diese Beschlüsse werden die Agrarpolitik und die Wildtierverwaltung in den kommenden Jahren prägen.






