13 March 2026, 02:08

Grüne in Baden-Württemberg lehnen Rotationsmodell für Ministerpräsidentenamt ab

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigt, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahltermins.

Grüne in Baden-Württemberg lehnen Rotationsmodell für Ministerpräsidentenamt ab

Die Grünen in Baden-Württemberg haben nach dem jüngsten Wahl-Patt eine Rotation im Amt des Ministerpräsidenten ausgeschlossen. Parteichefin Britta Haßelmann lehnte einen Vorstoß des Unionsfraktionsvorsitzenden Jens Spahn ab, die Amtszeit aufzuteilen. Gleichzeitig signalisierte sie Pläne, Wähler von der kränkelnden FDP abzuwerben.

Bei der Landtagswahl im März 2026 gingen die Grünen als knappe Sieger hervor. Haßelmann bestehe darauf, dass ihre Partei den Ministerpräsidenten stelle – trotz des engen Ergebnisses. Spahns Idee, das Amt zu teilen, wies sie als undurchführbar zurück.

Anschließend richtete Haßelmann ihren Fokus auf die FDP und kritisierte deren Scheitern, liberale Kernwerte zu vertreten. Der Niedergang der Partei biete den Grünen nun Chancen, so ihre Argumentation. Ihre Äußerungen folgten auf das schwache Abschneiden der FDP in Baden-Württemberg, wo sie massiv an Unterstützung verlor.

Die Grünen wollen nun ehemalige FDP-Wähler für sich gewinnen. Haßelmann behauptet, viele von ihnen teilten ökologische und progressive Prioritäten. Den Wechsel bezeichnete sie als naheliegend für all jene, die mit der Ausrichtung der FDP unzufrieden seien.

Ohne Kompromisslösungen werden die Grünen einen eigenen Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt durchsetzen. Teil ihrer Strategie ist es, FDP-Anhänger anzusprechen, die sie in politischer Übereinstimmung mit den Grünen sehen. Der Schritt könnte die politische Landschaft Baden-Württembergs in der kommenden Legislaturperiode neu prägen.

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