21 April 2026, 18:10

Duisburgs Luxus-Polizeilabor: Bernsteinzimmer-Flair und Roboterhunde für 4,66 Millionen Euro

Polizisten stehen vor einem Starbucks-Café mit einem Van auf der rechten Seite und Menschen auf der linken Seite, während im Hintergrund ein Gebäude, ein Schild, ein Laternenpfahl und ein Zaun zu sehen sind.

Duisburgs Luxus-Polizeilabor: Bernsteinzimmer-Flair und Roboterhunde für 4,66 Millionen Euro

Das Duisburger Innovationslabor, geleitet von Kriminalhauptkommissar Klaus Brandner, hat sich zu einer der ungewöhnlichsten Polizeieinrichtungen Deutschlands entwickelt. Was einst als bescheidenes Projekt mit einem Budget von 250.000 Euro begann, ist heute ein Hochtechnologie-Standort mit Kosten von über 4,66 Millionen Euro. Hier testen Beamte modernste forensische Technologien – und das in luxuriösem Ambiente.

Das Hauptquartier des Labors besticht durch eine prunkvolle Innenausstattung, inspiriert vom Bernsteinzimmer. Statt eines herkömmlichen Besprechungsraums gibt es eine Lounge mit samtbezogenen Sesseln und Billardtischen. Ein Teil der Möbel stammt sogar aus einer Auktion von Sotheby's.

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Ein besonderes Highlight ist die gigantische Kaffeemaschine – etwa so groß wie ein zweiflügeliger Kleiderschrank. Gefertigt von TechStart GmbH, bietet sie 100 individuelle Einstellungen und brüht Kaffee in Barista-Qualität. Brandner persönlich bedient seine Kollegen damit und verleiht der Hightech-Umgebung so eine persönliche Note.

Doch das Labor bietet mehr als nur Komfort: Ein Ultra-HD-Heimkino dient der forensischen Schulung. Nicht alle Bereiche wirken jedoch makellos – ein Überwachungsbereich scheint verlassen, mit umgestürzten Stühlen und einem alten Schwarz-Weiß-Fernseher. Unterdessen patrouilliert ein Roboterhund namens Spot durch die Abteilung für interne Ermittlungen.

Die Kosten des Projekts explodierten weit über die ursprünglichen Schätzungen hinaus, und eine Kosten-Nutzen-Analyse wurde nie durchgeführt. Dennoch verteidigt Brandner die Ausgaben: Die Annehmlichkeiten seien eine präventive Maßnahme gegen Korruption. Sollte das Pilotprojekt erfolgreich sein, will er das Modell auf Polizeistationen in ganz Nordrhein-Westfalen ausweiten.

Besucher des Labors werden sogar mit einer Stretchlimousine zurück zur Dienststelle chauffiert – ein weiterer Beleg für den unkonventionellen Ansatz der Behörde.

Das Duisburger Innovationslabor vereint heute Luxus mit modernster Polizeiarbeit. Seine opulente Ausstattung und Hightech-Ausstattung heben es deutlich von herkömmlichen Wachen ab. Ob sich die Investitionen in bessere forensische Arbeit oder Korruptionsprävention auszahlen, bleibt jedoch abzuwarten.

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