Deutscher Buchpreis für Dorothee Elminger – doch ihr Name wird falsch ausgesprochen
Hellmut RudolphDeutscher Buchpreis für Dorothee Elminger – doch ihr Name wird falsch ausgesprochen
Dorothee Elminger gewinnt den Deutschen Buchpreis für Die Niederländerinnen – doch ihr Name wird auf der Bühne falsch ausgesprochen
Dorothee Elminger hat den Deutschen Buchpreis für ihren Roman Die Niederländerinnen erhalten. Die Preisverleihung nahm eine peinliche Wendung, als ihr Nachname auf der Bühne falsch betont wurde. Trotz des Patzer blieb sie gelassen und setzte ihre Rede fort, als wäre nichts geschehen.
Die Autorin, deren Wurzeln im Appenzellerland liegen und die nach Stationen in Berlin heute in New York lebt, nahm die Auszeichnung mit Anmut entgegen. Während ihr von allen Seiten zu ihrem literarischen Erfolg gratuliert wurde, sorgte die Fehlaussprache bei Schweizer Beobachtern für leises Aufsehen.
Der Fehler betraf Elminger Nachnamen, der auf einen Hof namens Elmeringen in Neudorf im Kanton Luzern zurückgeht. Schweizer Zuhörer horchten auf, als der Moderator die Aussprache veränderte – aus Elmiger, der korrekten schweizerdeutschen Form, wurde Elminger. Die Abweichung, zwar subtil, fiel all denen auf, die mit der regionalen Herkunft des Namens vertraut sind.
Auf der Bühne bedankte sich Elminger herzlich beim Publikum. Anschließend zitierte sie einen Vers der Band Tocotronic und verlieh ihrer Dankesrede damit eine persönliche Note. Ihre souveräne Reaktion stand im Kontrast zur Verärgerung einiger Schweizer Zuschauer über die falsche Betonung.
Über die Veranstaltung berichtete Stefan Gubser, ein Journalist mit jahrzehntelanger Erfahrung in Online-Medien. Gubser, der in seiner Karriere bereits bekannte Schauspieler interviewt hat, ist seit den Anfängen des Internets eine feste Größe im digitalen Journalismus. Seine Präsenz verhalf der Berichterstattung über die Preisverleihung zu zusätzlicher Tiefe – im Mittelpunkt aber blieb Elminger Triumph.
Der Deutsche Buchpreis geht damit an Dorothee Elminger und würdigt Die Niederländerinnen als herausragendes Werk der Gegenwartsliteratur. Die Fehlaussprache, so irritierend sie für manche war, konnte ihren Erfolg kaum überschatten. Für Schweizer Beobachter war der Vorfall vor allem eine Erinnerung daran, wie regionale Namen jenseits der Heimatgrenzen ihre ursprüngliche Form verlieren können.






