CDU und Grüne vereint: Gemeinsame Front gegen AfD-Atompläne in Baden-Württemberg
Jovan JohannÖzdemir springt zu Hagels Verteidigung gegen AfD - CDU und Grüne vereint: Gemeinsame Front gegen AfD-Atompläne in Baden-Württemberg
Eine seltene Einigkeit zwischen CDU und Grünen zeigte sich kürzlich bei einer Podiumsdiskussion in Baden-Württemberg. Sowohl Manuel Hagel von der CDU als auch Cem Özdemir von den Grünen übten scharfe Kritik an den Atomkraftplänen der AfD. Im Mittelpunkt der Debatte stand die Machbarkeit einer Renaissance der Kernenergie in der Region, in der seit dem Jahr 2000 keine neuen Meiler mehr entstanden sind.
Baden-Württemberg hat den Atomausstieg bereits vor Jahren vollzogen – die letzten Kraftwerke wurden im Rahmen der deutschen Energiewende vom Netz genommen. Seit der Jahrtausendwende wurden in der Region weder Reaktoren reaktiviert noch Neubauten in Angriff genommen.
Während der Diskussion forderte Manuel Hagel den AfD-Kandidaten Markus Frohnmaier auf, konkrete Angaben zu machen. Er wollte wissen, wo und von wem neue Atomkraftwerke überhaupt errichtet werden sollten. Hagel warf Frohnmaier vor, "abgehobenen Populismus" statt realistischer Lösungen zu betreiben.
Cem Özdemir schloss sich Hagels Skepsis an und verwies auf das ungelöste Problem der Endlagerung von Atommüll. Ohne ein dauerhaftes Lager sei eine Rückkehr zur Kernenergie schlicht undurchführbar, argumentierte er. Özdemir ging noch einen Schritt weiter und lobte Hagels Aussagen als so deckungsgleich mit der Position der Grünen, dass sie "auch auf einem unserer eigenen Parteitage" hätten fallen können.
Die Diskussion offenbarten eine gemeinsame Haltung von CDU und Grünen gegen die Atompläne der AfD. An Baden-Württembergs langjähriger Ablehnung neuer Reaktoren hat sich nichts geändert. Frohnmaiers Vorhaben sehen sich weiterhin mit Fragen zur Umsetzbarkeit konfrontiert.






