CDU-Parteitag in Stuttgart: Wohnen, Wirtschaft und Migration im Fokus der Reformdebatten
Marliese MülichenCDU-Parteitag in Stuttgart: Wohnen, Wirtschaft und Migration im Fokus der Reformdebatten
Die CDU kommt am 20. und 21. Februar in Stuttgart zu ihrem Bundesparteitag zusammen. Die Delegierten werden sich mit zentralen politischen Themen befassen, darunter Wohnungsbau, wirtschaftliche Entlastungen und Migration. Zudem stehen wichtige Beschlüsse zu Sozialpolitik, Sicherheit und Reformen auf der Tagesordnung.
Die Veranstaltung findet statt, während Generalsekretär Carsten Linnemann das Jahr 2026 als "Reformjahr" für die Partei bezeichnet hat. Bundeskanzler Friedrich Merz, der weiterhin CDU-Vorsitzender bleibt, wird bei dem zweitägigen Treffen seine Wiederwahl in den Bundesvorstand anstreben.
Ein Schwerpunkt der Konferenz wird die Wohnungsfrage sein. Der zentrale Antrag der CDU setzt auf angebotsorientierte Lösungen, weniger bürokratische Hürden und eine stärkere Förderung von Wohneigentum. Die Delegierten werden diskutieren, wie Wohnen angesichts steigender Kosten bezahlbarer gemacht werden kann.
Auch Wirtschafts- und Sozialpolitik werden eine große Rolle spielen. Ein Vorschlag der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU sieht Änderungen bei den Regeln für Teilzeitarbeit vor, wobei einige Mitglieder die Formulierung kritisch sehen. Ein weiteres brisantes Thema ist ein mögliches Verbot von sozialen Medien für Kinder unter 16 Jahren – eine Idee, die Unterstützung von Günter Krings findet, einem der vier Delegierten aus Mönchengladbach.
Die Delegation aus Mönchengladbach umfasst Dr. Günter Krings, Vanessa Odermatt, Jochen Klenner und Alexander Lodes. Der nordrhein-westfälische Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk wird erstmals als Ersatzmitglied für die Region Niederrhein kandidieren.
Migration, Sozialreformen und innere Sicherheit runden die Debatten ab. Die Partei will in diesen Bereichen klare Weichen stellen, bevor die Reformen 2026 konkretisiert werden.
Der Parteitag endet mit Beschlüssen zu politischen Prioritäten und Personalien. Die erwartete Wiederwahl von Kanzler Merz in den Bundesvorstand steht dabei ebenso im Fokus wie die künftige Ausrichtung der Partei in den Bereichen Wohnen, wirtschaftliche Entlastungen und Migration. Die Ergebnisse werden die Strategie der CDU prägen, während sie sich auf ihr erklärtes "Reformjahr" 2026 vorbereitet.
CDU-Führung wiedergewählt mit starker Unterstützung
Die CDU bestätigte ihre Führungsstruktur auf ihrem Bundesparteitag 2026 in Stuttgart. Wichtige Ergebnisse sind:
- Friedrich Merz wiedergewählt als Parteivorsitzender mit 91,17% (878 Stimmen)
- Carsten Linnemann behält den Posten des Generalsekretärs mit 90,86% (864 Stimmen)
- Franziska Hoppermann gewählt als Bundesschatzmeisterin mit 94,38% Unterstützung