CDU Lörrach lehnt Neuaufteilung des Wahlkreises Lörrach-Müllheim ab
Hellmut RudolphCDU Lörrach lehnt Neuaufteilung des Wahlkreises Lörrach-Müllheim ab
Der CDU-Kreisverband Lörrach hat sich gegen Pläne ausgesprochen, den Bundestagswahlkreis Lörrach-Müllheim neu zu ziehen. In einer Sitzung am 9. März 2026 kritisierten die Verantwortlichen den Vorschlag, die Region Wiesental auf zwei Wahlkreise aufzuteilen. Sie argumentieren, dass diese Maßnahme historische Bindungen ignorieren und den lokalen Zusammenhalt stören würde.
Die geplante Reform sieht vor, das mittlere und obere Wiesental – ab Schopfheim – dem Wahlkreis Waldshut zuzuordnen. Die CDU lehnt diese Teilung ab und bezeichnet sie als politisch und sozial nicht zu rechtfertigen. Stattdessen schlagen sie vor, Rheinfelden und Schwörstadt umzugliedern, die bereits zum Landtagswahlkreis Waldshut gehören und geografisch näher am Hochrhein liegen.
Die Partei betont, dass Rheinfelden und Schwörstadt seit langem enge Verbindungen zum ehemaligen Landkreis Säckingen haben. Ihr Alternativvorschlag würde zudem die Einwohnerzahl zwischen den beiden Bundestagswahlkreisen ausgeglichener verteilen.
Das Wiesental hat in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Verwaltungsreformen durchlaufen, darunter freiwillige Gemeindefusionen in den 1970er-Jahren, die größere Kommunen wie Schopfheim und Wehr schufen. Aktuelle Reformen, etwa die Gebietsreform 2024–2026, zielen auf weitere Zusammenlegungen ab, darunter eine mögliche Fusion der Landkreise Lörrach und Waldshut. Lokale Initiativen wie Rettet das Wiesental und der Wiesentaler Heimat- und Verkehrsverein setzen sich weiterhin für den Erhalt der regionalen Identität und einer kleinteiligen Verwaltung ein.
Mit ihrem Vorschlag will die CDU die Einheit des Wiesentals wahren und gleichzeitig die Wahlkreisgrenzen sinnvoller anpassen. Ihr Plan berücksichtigt historische Zusammenhänge und sorgt für eine gerechtere Bevölkerungsverteilung. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den zuständigen Gremien des baden-württembergischen Landtags.