Brantner wirbt nach FDP-Debakel um enttäuschte Liberale
Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, hat sich an ehemalige Wähler der FDP gewandt. Ihr Appell kommt, nachdem die liberale Partei bei den jüngsten Landtagswahlen deutliche Verluste hinnehmen musste. Brantner argumentiert, dass die liberale Demokratie in Deutschland nun breitere Unterstützung brauche.
Die FDP erlitt bei den Landtagswahlen 2026 herbe Niederlagen. In Baden-Württemberg schrumpfte sie von neun auf nur noch drei Sitze. Auch in Rheinland-Pfalz war ein ähnlicher Rückgang zu verzeichnen: Hier fiel die Partei von sieben auf drei Mandate. Insgesamt verlor sie in beiden Bundesländern zehn Sitze.
Die Landtage in den beiden Regionen setzen sich nun aus vier Parteien zusammen: CDU, Grüne, SPD und AfD. Durch das Ausscheiden der FDP ist eine Lücke entstanden, die Brantner zum Anlass nimmt, sich zu Wort zu melden. Sie ist überzeugt, dass die liberale Demokratie – in der Bürger Verantwortung übernehmen und der Staat nicht dominiert – Menschen über Parteigrenzen hinweg verbinden sollte.
Brantners Aufruf folgt einer ähnlichen Initiative des früheren Grünen-Chefs Cem Özdemir. Dieser hatte bereits ehemalige FDP-Anhänger dazu aufgerufen, ihre politischen Optionen zu überdenken. Nun wiederholt Brantner diese Einladung und betont, dass liberale Werte verteidigt werden müssten.
Der Niedergang der FDP hat die Landespolitik in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz neu geordnet. Mit ihrem Appell an ehemalige FDP-Wähler setzt Brantner ein Zeichen für die Stärkung liberaldemokratischer Prinzipien. Die Grünen scheinen entschlossen, die Lücke zu füllen, die die geschwächte liberale Partei hinterlassen hat.






