25 April 2026, 10:09

Berlins leuchtendes Erbe: "Zierfisch"-Neon findet Museum – doch das schließt für immer

Eine Vintage-Postkarte mit mehreren Bildern von Berlin, darunter Gebäude, Bäume und eine Statue, mit handgeschriebener Text auf der Rückseite.

Berlins leuchtendes Erbe: "Zierfisch"-Neon findet Museum – doch das schließt für immer

Berliner Kult-Ikone: Die Neon-Leuchtreklame "Zierfisch" findet nach 40 Jahren am Frankfurter Tor ein neues Zuhause

Die legendäre Neon-Leuchtreklame "Zierfisch", die jahrzehntelang das Frankfurter Tor prägte, ist nun Teil der Sammlung des Berliner Buchstabenmuseums. Doch das Museum selbst steht vor einer ungewissen Zukunft: Nach 20 Jahren muss es am Montag seine Türen für immer schließen.

Die Leuchtreklame erstrahlte erstmals in den frühen 1980er-Jahren über dem märchenhaft anmutenden Hochhaus in Friedrichshain. Um 1999 wurde das Original durch eine Replik ersetzt – beide Versionen sind nun sorgfältig abgebaut und konserviert worden. Sie reiht sich ein in die rund 3.500 Neonbuchstaben und -schilder des Museums, die jeweils ein Stück Berliner, DDR- und deutscher Designgeschichte bewahren.

Zwei Jahrzehnte lang haben Barbara Dechant und ein Team aus Ehrenamtlichen das Museum am Laufen gehalten. Unterstützt wurden sie von einem Verein mit 120 Mitgliedern, darunter der Schriftgestalter Lucas de Groot. Doch seit der Pandemie haben sich die Besucherzahlen halbiert, während Energie- und Betriebskosten explodiert sind. Ohne tragfähige Finanzierung muss das Museum nun schließen.

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Dechant und ihr Team suchen verzweifelt nach Lösungen: Sie brauchen Lagerraum für die empfindlichen Neonobjekte und hoffen auf eine Institution, die die Sammlung übernimmt. Ohne neuen Standort bleibt die Zukunft dieser leuchtenden Zeitzeugen ungewiss.

Das Ende des Museums markiert das Aus für eine Einrichtung, die Berlins typografisches Erbe bewahrt hat. Der "Zierfisch" und Tausende weitere Schilder werden nun eingelagert – ihr langfristiges Schicksal ist noch offen. Ob die Sammlung überlebt, hängt davon ab, ob sich ein Partner findet, der das Projekt weiterführt.

Quelle