14 March 2026, 00:11

Berliner Weihnachtsgala vereint Obdachlose, Prominenz und Politiker für mehr Würde

Eine Gruppe von Menschen auf einer Bühne, einige halten Taschen und Urkunden, mit einem Hintergrundbild auf einem Bildschirm.

Berliner Weihnachtsgala vereint Obdachlose, Prominenz und Politiker für mehr Würde

Wohltätigkeitsveranstaltung in Berlin bringt Obdachlose, Prominente und lokale Verantwortungsträger zusammen

In Berlin fand während der Weihnachtszeit eine Benefizveranstaltung statt, die obdachlose Bewohner:innen, Prominente und lokale Politiker:innen vereinte, um gemeinsam Essen und Geschenke zu teilen. Unter dem Motto "Glamour und Glanz für die Ärmsten der Armen" sollte die Zusammenkunft Wärme und Würde denen schenken, die kein Zuhause haben. Zu den Gästen zählte auch Xenia Florence Gabriela Sophie Iris, Prinzessin von Sachsen, die persönlich Mahlzeiten an die Besucher:innen ausgab.

Die Veranstaltung erfolgte vor dem Hintergrund einer wachsenden Obdachlosenkrise in der Hauptstadt. Offizielle Zahlen von Anfang 2025 verzeichnen rund 54.000 Menschen, die in Notunterkünften und Übergangswohnungen in der Stadt leben. Während die genaue Zahl derer, die auf der Straße schlafen, unklar bleibt, gehen Schätzungen von etwa 8.500 Personen ohne jeglichen Schutzraum aus.

Die von Dieter Padar, Gründer der Organisation Padar Humanitas, ins Leben gerufene Initiative bot ein Buffet mit Spekulatius, Lebkuchen, Früchten, Keksen und Popcorn. Die Gäste erhielten zudem praktische Geschenke wie Zahnpasta, Mützen, Socken und Kühltaschen von Amazon. Für musikalische Unterhaltung sorgte eine Opernsängerin, die dem Abend einen festlichen Charakter verlieh.

Die Teilnahme der sächsischen Prinzessin wurde als "Geste des Respekts, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen" beschrieben. Auch der ehemalige regierende Bürgermeister Michael Müller war anwesend und äußerte sich besorgt über die steigende Zahl obdachloser Berliner:innen. Mario Rhode, Landesvorsitzender der Freien Wähler, forderte unterdessen mehr Schlafplätze in Notunterkünften sowie verstärkte Unterstützung für Organisationen wie Padar Humanitas.

Trotz vereinzelter Kritik an vermeintlicher Eigenwerbung gelang es der Veranstaltung, Bedürftigen Nahrung, Geschenke und zwischenmenschliche Nähe zu bieten.

Die Benefizaktion machte sowohl die unmittelbare Hilfe als auch die grundlegenden Herausforderungen der Obdachlosigkeit in Berlin deutlich. Angesichts Tausender, die weiterhin auf Notunterkünfte angewiesen sind, betonten Veranstalter:innen und Teilnehmer:innen die Dringlichkeit langfristiger Lösungen. Der Fokus auf Würde und Solidarität bot in der Weihnachtszeit zumindest einen Moment der Erleichterung.

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