Baden-Württemberg testet Krisenreaktion bei bundesweiter Cyberangriffs-Übung LÜKEX 23
Hellmut RudolphBaden-Württemberg testet Krisenreaktion bei bundesweiter Cyberangriffs-Übung LÜKEX 23
Baden-Württemberg nimmt erneut an großer Krisenmanagement-Übung teil
Das Land beteiligte sich an LÜKEX 23, einer bundesweiten Großübung zur Erprobung der Reaktion auf einen flächendeckenden Cyberangriff auf Regierungsnetze. Noch in diesem Herbst wird die Region zudem Gastgeber von Magnitude sein, einer internationalen Katastrophenschutzübung nach EU-Standards.
Im Mittelpunkt von LÜKEX 23 stand ein simulierter Cyberangriff, der Bund und Länder lahmlegte. Baden-Württemberg ist seit 2004 an diesen Übungen beteiligt – in diesem Jahr auf höchster Ebene. Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) spielte dabei eine zentrale Rolle und bewies ihre Einsatzbereitschaft im Szenario.
Nach Abschluss der Übung veröffentlichte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine gemeinsame Bund-Länder-Auswertung. Der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl betonte die Stärken des Landes im Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement. Gleichzeitig benannte das Innenministerium konkrete Verbesserungspotenziale.
Anders als bei Standardübungen liegt der Fokus von LÜKEX auf strategischer Kommunikation und Meldewegen. Die Simulationen dienen der Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Behörden in Krisensituationen. Mit der anstehenden Magnitude-Übung erweitert Baden-Württemberg diesen Ansatz und testet die internationale Koordination im Rahmen der EU-Katastrophenschutzverfahren.
Der LÜKEX-23-Bericht gibt detailliert Aufschluss über die Stärken und Schwächen der Krisenreaktion Baden-Württembergs. Die Erkenntnisse fließen in künftige Schulungen ein, während sich das Land auf die Ausrichtung von Magnitude im Herbst vorbereitet. Die nächste Übung wird die Fähigkeit der Region prüfen, Großschadenslagen gemeinsam mit internationalen Partnern zu bewältigen.






